Ursula Haubner: Gender Mainstreaming als Frauenbewegung der Bundesregierung

Wien (BMSG/OTS) - "Moderne Frauenpolitik, wie wir sie verstehen,
hat Frauen in allen Lebensphasen, im Alter und in der Jugend, am Arbeitsmarkt und im Haushalt, Frauen mit und ohne Kinder im Blick", umschreibt Staatssekretärin Ursula Haubner ihre ungeteilte Sicht auf die eigenen Geschlechtsgenossinnen.

Damit auf allen Ebenen und in allen Politikbereichen konkrete Gleichstellungspolitik zum Tragen kommt, wird Gender Mainstreaming (GM) als neue Handlungsstrategie seit dem Jahr 2000 eingesetzt. Sie bringt von vorne herein eine konkrete, geschlechterbezogene Sichtweise in alle politischen Konzepte auf allen Ebenen ein. Damit ist gewährleistet, dass die Chancengleichheit von Frauen und Männern bei allen politischen Maßnahmen und Konzepten von Haus aus berücksichtigt wird.

GM ist eine internationale Verpflichtung Österreichs und Regierungsaufgabe, zu der sich die Bundesregierung bereits im Jahr 2000 bekannt hat. Mit Ministerratsbeschluss vom 11. Juli 2000 stimmte der Ministerrat dem Antrag von Frauenministerin Dr. Elisabeth Sickl zum Leitprinzip GM und zur Einrichtung einer interministeriellen Arbeitsgruppe für Gender Mainstreaming (IMAG GM) zu. Unter Federführung von Frauenminister Mag. Herbert Haupt hat ein Ministerrat im Jahr 2002 die konkrete Anwendung der GM-Strategie bei allen politischen Konzepten und Maßnahmen beschlossen. Voraussetzung ist dabei, dass GM von beiden Geschlechtern gelebt und getragen wird. Deshalb sind Frauen wie Männer gleichermaßen betroffen und eingebunden.

GM ist kein Projekt an sich, sondern eine Strategie, mit der die systematisch unterschiedlichen Ausgangsbedingungen von Frauen und Männern in allen Politikbereichen und Prozessen bei der Planung, Umsetzung und Bewertung von Maßnahmen berücksichtigt werden. Diese Strategie wird in allen Ministerien und obersten Organen umgesetzt.

Staatssekretärin Ursula Haubner: "Für mich gehört konsequenterweise auch die Vereinbarkeit von Familie und Beruf dazu -ein Schwerpunkt, den wir auch bei den politischen Konzepten und im eigenen Haus bei den eigenen Mitarbeiter/innen leben. In unserem ressortinternen Frauenförderplan wird der Berücksichtigung von Betreuungspflichten ein besonderer Stellenwert eingeräumt. Es ist für uns selbstverständlich, dass auch Führungspositionen in Teilzeitarbeit besetzt werden können, um auch die Chance von Müttern für Führungspositionen zu gewährleisten. Ebenfalls haben wir, im Rahmen der eigenen Auditierung Familie und Beruf, der Hebung der Männerkarenz besonders Augenmerk geschenkt. Ein Frauenanteil von 60 % im Bundesministerium für soziale Sicherheit, Generationen und Konsumentenschutz belegt die erfolgreiche Personalstrategie des Ressorts, nun gelte es, diesen Anteil auch auf der Führungsebene umzusetzen. Dazu wird erfolgreich Mentoring zur Unterstützung weiblicher Nachwuchsführungskräfte praktiziert." (Schluss) bxf

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