VP-Lakatha: Kontrollamtsbericht bestätigt jahrzehntelange SP-Versäumnisse in Wien

Überbelastung von Pflegebediensteten ist evident

Wien (VP-Klub): Gut 30 Prozent jener Personen, die zur Zeit in Pflegeeinrichtungen untergebracht sind, könnten in alternativen Pflegeeinrichtungen, wie Seniorenwohngemeinschaften, oder durch mobile Pflege weit besser und effizienter betreut werden. Mit einer Pflegestufe von unter 3 ist ein Aufenthalt in einem städtischen Geriatriezentrum überhaupt nicht sinnvoll und notwendig. Geriatriezentren sind für einen entsprechend hohen Grad an medizinischer und pflegerischer Betreuung ausgelegt. "Durch das Fehlen von ausreichend alternativen Betreuungsangeboten sind aber die städtischen Pflegeeinrichtungen mit einfacheren Pflegefällen überlastet. Diese dauernde Überbelastung von Pflegebediensteten äußert sich auch in dem vom Kontrollamt bestätigten enormen Ausmaß an Krankenstandstagen. Durchschnittlich mehr als 8 Prozent der Beschäftigten im Geriatriezentrum 'Am Wienerwald' - das sind immerhin 104 Personen - sind täglich krankheitsbedingt abwesend", unterstreicht VP-Gemeinderätin Ingrid Lakatha.

SP-Stadtregierung ignoriert langjährige ÖVP Forderungen

"Seit Jahren fordert die ÖVP-Wien den Ausbau von Senioren-Wohngemeinschaften, Nachbarschaftshilfezentren und der mobilen Pflege. In Wien wären mindestens 100 zusätzliche Wohngemeinschaften notwendig. Das würde einen effizienteren Mitteleinsatz und eine Entlastung des Pflegepersonals zur Folge haben. Für jene, die in Pflegeheimen tatsächlich Pflege brauchen, stünde damit mehr Geld und Personal zur Verfügung", so Lakatha.

"Es gibt eine Vielzahl von Studien und Berichten, die von der Stadt Wien in den letzten 15 Jahren in Auftrag gegeben wurden. Unterschiedliche Problemfelder wurden aufgezeigt. Allein in der Umsetzung von Lösungen zum Wohl der Wiener Bevölkerung ist die SP-Stadtregierung seit Jahren säumig. Es ist einfach nichts passiert", stellt Lakatha fest und fordert die zuständigen SP-Stadtregierungsmitglieder auf, endlich die notwendigen Verbesserungsmaßnahmen einzuleiten.

Rückfragen & Kontakt:

ÖVP-Klub der Bundeshauptstadt Wien
Tel.: (++43-1) 4000 / 81 913
Fax: (++43-1) 4000 / 99 819 60
presse@oevp.wien.at

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | VPR0003