Grünewald: Bundesregierung fehlt jedes Verständnis für Forschung Utl. FWF krass unterbudgetiert - forschungspolitischer Skandal

Wien (OTS) Der Wissenschaftssprecher der Grünen, Kurt Grünewald, kritisierte massiv die Forschungspolitik der Bundesregierung, anlässlich einer gestern Abend veranstalteten Podiumsdiskussion zur Budgetmisere des Fonds zur Förderung der wissenschaftlichen Forschung (FWF). "Wenn der FWF nur mehr jedes vierte eingereichte Forschungsprojekt finanzieren kann, ist das ein forschungspolitischer Skandal sondergleichen", so Grünewald. Zur Zeit sei die Budgetsituation für 2004 noch völlig ungeklärt. Doch auch im Vorjahr sei der FWF mit 100 Mio. Euro im internationalen Vergleich krass unterbudgetiert gewesen. Das finnische Pendant sei mit annähernd 200 Mio. Euro, der Schweizerische Nationalfonds sogar mit 300 Mio. Euro dotiert. "Offenbar fehlt der Bundesregierung jedes Verständnis für die Bedeutung der Grundlagenforschung. Das spiegelte sich auch darin, dass bei der gestrigen Podiumsdiskussion keine politisch Verantwortlichen anwesend waren und der Vertreter des Infrastrukturministeriums der Veranstaltung unabgemeldet fern blieb", ärgerte sich Grünewald.

Umso unverständlicher erschien Grünewald der gestern bekannt gewordene Vorschlag des Rats für Forschung und Technologieentwicklung, das Budget des FWF auf dem Niveau von 100 Mio. Euro einzufrieren. Grünewald forderte die Bundesregierung neuerlich dazu auf, eine Forschungsoffensive zu starten und konkrete budgetäre Schritte einzuleiten, um dem FWF entsprechend den EU-Standards Mittel zur Verfügung zu stellen. "Bis 2006 fehlen insgesamt mindestens 1,3 Mrd. Euro um die Forschungsquote auf 2,5 % am BIP zu heben. Die Regierung stellt nun gerade einmal 600 Mio. Euro zur Verfügung. Das ist wahrlich keine Forschungsoffensive", so Grünewald abschließend.

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