Haus der Barmherzigkeit begrüßt Häupls Pflegeinitiative

Wien (OTS) - Erfreut reagierte das geriatrische Pflegekrankenhaus "Haus der Barmherzigkeit" auf die von Bürgermeister Michael Häupl angekündigte Pflegeinitiative. Eine verstärkte Zusammenarbeit mit privaten Einrichtungen sei ein sehr positives Signal. Die größte private geriatrische Einrichtung stehe jedenfalls für Kooperationen zur Verfügung.

Das Währinger Haus der Barmherzigkeit begrüßt die "Pflegeoffensive 2010" von Bürgermeister Michael Häupl. Die Idee, private Pflegeheime stärker zu fördern und die öffentlichen zu entlasten, verdiene Respekt, so der Prim. Univ.-Prof. Dr. Christoph Gisinger, Ärztlicher Direktor der größten privaten geriatrischen Einrichtung Österreichs. Private Anbieter wie das gemeinnützige Haus der Barmherzigkeit sind Vorbilder für medizinische, therapeutische und pflegerische Betreuung. Fehlendes Pflegepersonal, die demographische und medizinische Entwicklung sowie explodierende Kosten erfordern langfristige und durchdachte Lösungen in diesem Bereich. Mit der Pflegeoffensive werden diese Probleme angegangen und man "anerkennt jetzt offenbar vermehrt die Leistungsfähigkeit und Kompetenz von privaten Einrichtungen", hofft Gisinger. Das Haus der Barmherzigkeit stehe jedenfalls gerne für allfällige Kooperationen und Partnerschaften bereit.

Kooperation mit Haus der Barmherzigkeit

Eine zukunftsweisende Kooperation zwischen der Stadt Wien und dem privaten Haus der Barmherzigkeit besteht bereits. In Wien-Ottakring entsteht ein modernes geriatrisches Pflegekrankenhaus mit 302 Betten. Der Bau kostet insgesamt 54,8 Mio. Euro. Die Stadt hilft mit einem zinslosen Darlehen von 25 Mio. Euro, rückzahlbar binnen 25 Jahren. Notwendig wurde der Neubau, weil das 130jährige Stammhaus in der Vinzenzgasse nicht mehr den heutigen Raumanforderungen entsprach.

Privat ist nicht gleich gemeinnützig

Bei den privaten Pflegeheimen sollte allerdings zwischen Anbietern mit Gewinnorientierung und Gemeinnützigen unterschieden werden, so Gisinger. Zu letzteren gehört das 1875 gegründete "Haus der Barmherzigkeit". Als einzige private Pflegeinstitution verfügt es über einen eigenen medizinischen Dienst mit Rund-um-die-Uhr-Anwesenheit von Ärzten und ein komplettes Therapeutenteam von insgesamt rund 30 Mitarbeitern. Während gewinnorientierte Anbieter auf die Eigenkapitalrendite achten müssen, kann sich das Haus der Barmherzigkeit als gemeinnützige Einrichtung ausschließlich der Qualität verschreiben. Als solche muss es aber sehr wohl auch wirtschaftlich geführt werden, weist der Geriatrie-Experte hin. Prinzipiell ist die Übertragung von Leistungen im Pflegebereich an private Träger begrüßenswert. Gisinger fordert aber, dass Qualitätsstandards definiert werden müssen und gemeinnützigen Einrichtungen der Vorzug gegeben werden soll.

Rückfragen & Kontakt:

Haus der Barmherzigkeit
Mag. Eva Bauer, PR & Fundraising
Vinzenzgasse 2-6, 1180 Wien
Tel.: 01/ 40 199-180
Mobil: 0664/ 82 707 84
eva.bauer@hdb-wien.at
http://www.hdb-wien.at

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | HDB0001