Fahrschulen für Aufwertung der praktischen Fahrprüfung

Fachverband der Fahrschulen fordert stärkere Verzahnung zwischen praktischem und theoretischem Teil der Führerscheinprüfung -Hausherr: Führerschein als Einstiegshürde in den Straßenverkehr hat hohe Akzeptanz

Wien (PWK160) - 73 % der Österreicher halten die Führerscheinprüfung für "genau angemessen". Das ergab eine Studie des Info Research International im Auftrag von ÖAMTC und Ö3. Dass dennoch manche Führerscheinneulinge dazu tendieren, besonders den praktischen Teil der Führerscheinprüfung als zu leicht zu beurteilen, weist auf eine bekannte Problematik hin: Die Fahrprüfung muss gegenüber dem Theorieteil wesentlich aufgewertet werden.

Der Fachverband der Fahrschulen fordert nun eine bessere Verzahnung zwischen dem praktischen und dem theoretischen Teil der Fahrprüfung. Der Theorieteil soll dadurch mehr Praxisbezug erhalten.

Durch den neuen Lehrplan wurde die Ausbildung bereits reformiert: Der Fokus geht weg von der Technik, in Richtung "Sicheres Verhalten im Straßenverkehr". Die Mehrphasenausbildung, die es seit Anfang 2003 gibt, ist ein weiterer Schritt in diese Richtung", erklärt dazu Norbert Hausherr, Obmann des Fachverbandes der Fahrschulen. Als Nächstes soll nun die Reform der praktischen Fahrprüfung angegangen werden.

Ein wichtiger Punkt sei in diesem Zusammenhang die "Besprechung erlebter Situationen": Dabei erklärt der Prüfling dem Prüfer, warum er sich in einer bestimmten Situation so verhalten hat. "Die Theorie alleine ist zuwenig", ergänzt Hausherr, "entscheidend ist die richtige Anwendung des erworbenen Wissens".

Aber auch bei den Fahrprüfern selbst gibt es einiges zu verbessern. "Die Qualifizierung muss in Zukunft wesentlich höher sein", fordert Hausherr. Genauso wie bei den Fahrlehrern sollte es österreichweit auch eine einheitliche Ausbildung für Fahrprüfer geben. "Es kann nicht angehen, dass manche Prüfer Führerscheinklassen prüfen, für die sie nicht einmal selbst die entsprechende Lenkberechtigung haben", so der Sprecher der heimischen Fahrschulen.

Dass theoretisches Wissen im Laufe der Zeit verloren geht ist klar. Die Fahrschulen bleiben aber auch in diesem Punkt nicht untätig. Und so wird bereits in den nächsten Wochen das neue Konzept der freiwilligen Weiterbildung "Mobilität im Alter" präsentiert. "Darin werden neben fachlichen auch medizinische und psychologische Themen behandelt", verrät Norbert Hausherr fürs erste.

(Weitere Informationen zum Thema Fahrausbildung und Fahrschulen unter www.fahrschulen.co.at.) (hp)

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