ÖAMTC sieht Mineralölwirtschaft beim Spritpreis gefordert

Seit fünf Jahren existiert "2,9 Cent-Grenze" zu Lasten der Kraftfahrer

Wien (ÖAMTC-Presse) - Seit genau fünf Jahren besteht die "2,9-Cent-Grenze" (bzw. früher: "40-Groschen-Grenze") als Orientierungswert für die heimischen Spritpreise. In einer Phase extremer Unzufriedenheit der Konsumenten mit den Benzin- und Dieselpreisen in Österreich hat im März 1999 der damalige Wirtschaftsminister Hannes Farnleitner mit den Vertretern der Mineralölwirtschaft - nicht zuletzt unter dem massiven Druck des ÖAMTC - eine Vielzahl von Vereinbarungen zur konsumentenfreundlicheren Gestaltung der Kraftstoffpreise getroffen. "Der Knackpunkt dabei war, dass die österreichischen Nettopreise (steuerbereinigt) nie mehr als 2,9 Cent (damals 40 Groschen) teurer sein dürfen als im Durchschnitt aller EU-Mitgliedsländer", erklärt ÖAMTC-Verkehrswirtschaftsexpertin Elisabeth Brugger-Brandau.

Für den Club war das Ziel damals klar definiert: Mittelfristig hätten die Preise Richtung EU-Durchschnittsniveau gesenkt werden müssen. Das ist bis heute nicht passiert, kritisiert die Verkehrswirtschaftsexpertin des Clubs. Nach wie vor ist aber der Nettopreis in Österreich überhöht. Das beweist auch der jüngste EU-Vergleich von 1. März 2004: Superbenzin ist pro Liter in Österreich um 2,4 Cent und Diesel um 2,2 Cent höher als der EU-Durchschnitt. Bei beiden Sorten gehört Österreich zu den teuersten Ländern. Das bedeutet umgelegt auf den Jahresverbrauch in Österreich 204,7 Millionen Euro jährlich.

Brugger-Brandau sieht die Mineralölwirtschaft deshalb gefordert, sich endlich an dem EU-Niveau zu orientieren und nicht den Preisausgleich der gegenüber anderen Ländern niedrigeren Mineralölsteuer zu überlassen. Schließlich kommen die Erträge aus den Mineralölsteuer-Einnahmen über das Bundesbudget zumindest indirekt dem Autofahrer zugute.

"Montagseffekt" beim Tanken schafft nach wie vor Preisvorteile

Immer montags gibt es einen EU-weiten Spritpreis-Vergleich. Daher zeigt sich wöchentlich: Der "Montagseffekt" bringt den Kraftfahrern zu Wochenbeginn günstigere Preise für Benzin und Diesel als am Wochenende. Der Rat an alle, die preisbewusst tanken wollen, lautet daher: Tankstopps rechtzeitig planen und wenn irgendwie möglich an den Wochenbeginn legen.

Auch gestern, Montag, war der Sprit wieder um bis zu 2,2 Cent pro Liter billiger zu haben als am Wochenende. Wer am Wochenende einen Tankstopp einlegen muss, sollte die Angebote an den Tankstellen besonders genau unter die Lupe nehmen.

Der ÖAMTC bietet dazu auch einen Service: Wer günstige Tankmöglichkeiten in seiner Nähe sucht, findet stets tagesaktuelle Preisübersichten im Internet unter http://www.oeamtc.at/sprit. Die Preisabfragen können nach Kraftstoff-Sorte, Bundesland oder Ort vorgenommen werden.

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ÖAMTC-Pressestelle/Sabine Fichtinger

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