AKNÖ warnt vor Fantasie-Rechnungen der Internet-Fa. Tele Hansa

~ Konsumenten sollen für angebliche Benützung einer Sex-Seite im Internet bezahlen. ~

Wien (OTS) - Wien (AKNÖ). Unzählige Konsumenten haben in den letzten Tagen Rechnungen der Hamburger Firma Tele Hansa erhalten. Die Postfachfirma fordert 49 Euro für die angebliche Benützung einer Sex-Seite im Internet. Die AKNÖ empfiehlt, genau zu überprüfen, ob ein solcher Dienst tatsächlich angefordert wurde.

Frau W. bekam vor wenigen Tagen unerwartete Post. Die Fa. Tele Hansa stellte ihr 49 Euro in Rechnung - dafür kann sie nun ein Monat lang eine Sexseite im Internet besuchen. Angeblich hat Frau W. dieses Abo angefordert. Eine Behauptung, die die Niederösterreicherin entrüstet zurückweist. Und sie ist nicht die einzige. Unzählige Konsumenten aus ganz Niederösterreich haben sich in den letzten Tagen an die Konsumentenschützer der AKNÖ gewandt. Sie alle haben Rechnungen der Fa. Tele Hansa erhalten und können sich nicht erinnern, den Internetdienst jemals in Anspruch genommen, geschweige denn ein Monats-Abo bestellt zu haben.

"Die Darstellung der Konsumenten ist für uns durchaus glaubwürdig", meint Konsumentenschützer Michael Dunkl. Ist doch der Weg zum Abo gar nicht so einfach. - Immerhin muss per SMS ein Zugangscode für die Sexseite bestellt werden. Erst wenn man den Code dann auf einer Internetseite eingibt, erhält man Zugang zum Angebot.

Michael Dunkl empfiehlt jenen Rechnungsempfängern, die ganz sicher sind, dass das Abo nicht bestellt wurde, die Rechnung auch nicht zu bezahlen. "Tele Hansa wird letztlich beweisen müssen, dass zwischen den Konsumenten und dem Unternehmen ein gültiger Vertrag zu Stande gekommen ist."

Wie kommt die Tele Hansa nun zu den Kundendaten? "Wir vermuten, dass die Telefonnummern der Konsumenten über Dialer-Programme ausgeforscht werden", meint Dunkl. Diese Miniprogramme, die sich u.a. hinter Werbebannern verstecken können, stellen vom Konsumenten meist unbemerkt eine neue Verbindung mit dem Internet her. Für unseriöse Firmen ist es dann einfach, über die Telefonnummer auch die Adressen der Konsumenten auszuforschen und die Rechnungen für angeblich angeforderte Leistungen zuzustellen.

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