Frauentag: Für Unternehmerinnen bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf!

Zwazl: Dienstleistungsscheck ohne Absetzbarkeit ist zahnlos

Wien (PWK157) - Der heutige Frauentag steht für die Bundesvorsitzende der "Frau in der Wirtschaft" ganz im Zeichen einer besseren Vereinbarkeit von Familie und Unternehmertum. "Wir wissen, dass 80 Prozent der Familien- und Haushaltsarbeit nach wie vor von Frauen geleistet wird. Unternehmerinnen sind daneben aber auch für ihren eigenen Arbeitsplatz und den ihrer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter verantwortlich. Maßnahmen, die auf eine Verbesserung der Situation von selbständigen Frauen abzielen, sind daher zu begrüßen", so Zwazl.

Die Umsetzung des Dienstleistungsschecks in Deutschland habe zu zahllosen positiven Reaktionen geführt, eine Einführung in Österreich sei daher ein Schritt in die richtige Richtung, um einerseits den Arbeitsmarkt Haushalt aus der Grauzone der Schwarzarbeit zu führen. Andererseits müsse in den Maßnahmen des Dienstleistungsschecks auch auf die Interessen der Frauen Rücksicht genommen werden, die ihn in Anspruch nehmen werden. Deshalb müsse die Absetzbarkeit von Betreuungs- und Haushaltshilfen Teil des geplanten Dienstleistungsschecks sein. "Kinderbetreuung kostet. Und eine Absetzbarkeit der Betreuungs- und Haushaltshilfen kommt denen zugute, die es am meisten brauchen: Nämlich den vielen Unternehmerinnen mit Kleinst- und Kleinbetrieben!", unterstreicht die Bundesvorsitzende der "Frau in der Wirtschaft".

Die Bundesvorsitzende ist überzeugt, dass auch unselbständige Frauen davon profitieren würden und es die Absetzbarkeit von Betreuungs- und Haushaltshilfen Frauen erleichtern würde Karriere zu machen und generell durchgängige Erwerbsbiografien erlauben würde.

"Erfreut" zeigte sich Zwazl im Rahmen des Frauentages über die vor wenigen Tagen veröffentlichten Daten zum Gründungsgeschehen in Österreich: Mit einer Gründungsquote von 37 Prozent schließen Frauen zu ihren männlichen Gründungskollegen auf. Die Selbständigkeit sei gerade für gut ausgebildete Frauen eine adäquate Alternative zu einem Angestelltenverhältnis. Diesen Trend zur Selbständigkeit fördert "Frau in der Wirtschaft": "Wir wollen jungen Frauen die Möglichkeiten aufzuzeigen, die sich durch eine Firmengründung für sie ergeben und als Netzwerk für Erfahrungsaustausch, Businesskontakte und Informationsvorsprung zur Verfügung stehen," so Bundesvorsitzende Sonja Zwazl. (us)

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