Niedriges Ausgleichsenergiepreisniveau im Jahr 2003

Wien (OTS) - Diese, von der Aufbringung her spezielle Energie, war im Jahr 2003 mit durchschnittlich 23,2 EUR/MWh um 21 % günstiger als im Jahresdurchschnitt die Energie an der deutschen Strombörse EEX mit 29,4 EUR/MWh und um 24,9 % günstiger als der Jahresdurchschnitt an der österreichischen Strombörse EXAA in Graz mit 30,68 EUR/MWh.

Ausgleichsenergie ist jene Energie, welche vom verantwortlichen Regelzonenführer (in Ostösterreich die Verbund Austrian Power Grid) zum kurzfristigen Ausgleich im Höchstspannungsnetz eingesetzt wird.

Die Ursache für das niedrige Ausgleichsenergiepreisniveau liegt im effizienten Balancing System und der Tatsache, dass diese Energie im Wettbewerb der Ausgleichsanbieter untereinander aufgebracht wird. Im Jahresdurchschnitt wurde von den Stromversorgern tendenziell mehr Energie eingespeist als verbraucht. Die Ausgleichsenergieanbieter kauften also tendenziell mehr Energie am Ausgleichsenergiemarkt als sie verkauften, und da natürlich auch auf diesem Markt die Regel gilt "Buy Low, Sell High" wird die Kaufseite des Marktes öfters gesehen, und diese Kaufseite ist eben die billigere Seite. Eine Ausnahme bildete nur der Zeitraum von Mitte Mai bis Mitte August.

Die APCS Power Clearing and Settlement AG (APCS) als Verrechnungsstelle für Ausgleichsenergie betreibt eine internetbasierte Angebotsplattform, auf der Marktteilnehmer Angebote für Kauf und Verkauf von Strommengen platzieren können. Die Verbund APG, als der für das österreichische Höchstspannungsnetz verantwortliche Regelzonenführer, welcher das Netz online überwacht und regelt, setzt diese Energie entsprechend dem Bedarf an Ausgleichsenergie zum stabilen Netzbetrieb ein. Zusätzlich rechnet APCS im Rahmen des Clearings anhand der von den Netzbetreibern am Monatsende übermittelten Messwerte mit den Stromversorgern und Ausgleichsenergieanbietern ab. Die aufgrund von Prognosefehlern stattfindenden Über- und Unterlieferungen der Stromkunden, welche jede Stunde stattfinden, wie auch die von den Ausgleichsenergieanbietern beigestellten Ausgleichsenergiemengen, zum Ausgleich dieser Über-/Unterlieferungen, werden von APCS abgerechnet.

Der von APCS organisierte Ausgleichsenergiemarkt stellte sich im Jahr 2003 als effizienter, wettbewerbsorientierter Markt dar. Durch die ausreichende Anzahl an Ausgleichsenergieanbieter ist sichergestellt, dass Ausgleichsenergie weiterhin günstig bereitgestellt werden kann.

Der Stromverbrauch ist in Ostösterreich vom Jahr 2002 auf das Jahr 2003 um 4,3% auf 45 TWh gestiegen. Im gleichen Vergleichszeitraum ist der Stromhandel in Ostösterreich um -21% auf 52,5 TWh gesunken.

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