SJÖ/VSStÖ: Raus aus dem Schatten, rein in die Welt!

Aktion von VSStÖ und SJÖ vor dem Parlament zum internationalen Frauentag

Wien (SK) Anlässlich des internationalen Frauentages veranstalteten heute Montag die Sozialistische Jugend Österreich (SJÖ) und der Verband Sozialistischer StudentInnen gemeinsam eine Medienaktion vor dem Parlament. Unter dem Motto "Raus aus dem Schatten, rein in die Welt!" sprangen Aktivistinnen symbolisch aus dem Schatten einer von Männern dominierten Welt, um ihren gerechten Anteil an der gesellschaftlichen Mitbestimmung einzufordern. ****

Andrea Brunner, Bundesvorsitzende des VSStÖ, betont, dass die Benachteiligung von Frauen in unserer Gesellschaft strukturell bedingt sei: "Gerade in Zeiten, in denen das konservative Familienbild wieder belebt wird und von den Regierungsparteien als gesellschaftliches Ideal gefeiert wird, gilt es, auf die Auswirkungen dieser Politik aufmerksam zu machen. Frauen werden systematisch aus dem Berufsleben herausgedrängt und auf die Rolle der Mutter und Hausfrau reduziert, der ein 'Ernährer' zur Seite gestellt wird. Nur die Vereinbarkeit von Beruf und Familie wird thematisiert und in Form einer Geburtenprämie umgesetzt, dabei wird der Aspekt von Beruf und Karriere außer Acht gelassen. Das heißt, beruflicher Erfolg gilt als Leistung jeder einzelnen Frau und wird nicht als Weiterführung einer feministischen Frauenpolitik gesehen. Aktive emanzipierte Frauenpolitik für Frauen findet derzeit in Österreich nicht statt."

Stefanie Vasold, Frauensprecherin der SJÖ, unterstreicht die Unverhältnismäßigkeiten der Machtverteilung innerhalb der Gesellschaft zwischen Frauen und Männern: "Frauen machen 52 Prozent der Weltbevölkerung aus. Nach wie vor verdienen Frauen im Durchschnitt um ein Drittel weniger als Männer in gleichen Berufen und sind in leitenden Positionen äußerst selten zu finden. Dafür verrichten Frauen drei Viertel aller unbezahlten Haus- und Pflegearbeit. Diese Liste ließe sich noch fortsetzen. Wesentlich ist, dass die Benachteiligung von Frauen kein selbst bestimmtes Schicksal, sondern Ausdruck eines patriarchalen Systems ist."

"Die Benachteiligung von Frauen ist ein systemimmanenter Faktor. Nur die sichtbare Umsetzung emanzipatorischer Frauenpolitik in der politischen Praxis wird diesen Umstand beseitigen. Frauenpolitik ist keine Privatsache, sondern verlangt nach politischer Gestaltung. Wir fordern eine fortschrittliche Frauenpolitik", so Brunner und Vasold abschließend. (Schluss) wf/mm

Fotos der Aktion sind bei der SJÖ und dem VSStÖ erhältlich.

Rückfragehinweis: VSStÖ, Elisabeth Hirt, 0676/950 79 51

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