Brinek: Kein Entweder-Oder in der Frauenpolitik

Vereinbarkeit von Familie und Beruf muss zentrale Herausforderung moderner Frauenpolitik sein

Wien, 8. März 2004 (ÖVP-PK) "Bei moderner Frauenpolitik geht es darum, die Position von Frauen in der Familie und am Arbeitsplatz durch flexible und kreative Modelle sowie gezielte Maßnahmen zu stärken", sagte heute, Montag, ÖAAB-Frauenvorsitzende ÖVP-Wissenschaftssprecherin Abg.z.NR Dr. Gertrude Brinek anlässlich des internationalen Weltfrauentages. ****

"Vielfach erfahren Frauen durch Beruf, Haushaltsführung und Kinderbetreuung eine Mehrfachbelastung gegenüber Männern", erklärte Brinek. Daher gehöre die Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu einer zentralen gesellschaftspolitischen Herausforderung moderner Frauen-und Familienpolitik. "Wir haben hier im Gegensatz zur Opposition die richtigen Antworten auf die entscheidenden Fragen", so die ÖAAB-Frauenvorsitzende weiter.

Mit der Einführung des Kinderbetreuungsgeldes wurde auch die dazugehörige Zuverdienstgrenze auf 14.600 Euro gegenüber dem Karenzgeld verdreifacht. "Es geht darum, dass jene Frauen, die sich für Kind und Karriere entschieden haben, den Fuß in der Tür zum Beruf behalten können", stellte Brinek klar. Wesentlich dafür seien aber entsprechende Rahmenbedingungen. "Die von Bildungsministerin Elisabeth Gehrer angekündigte Ausweitung des Nachmittagsangebotes an Schulen um 20 Prozent sowie die Anhebung der Zuverdienstgrenze beim Alleinverdienerabsetzbetrag sind daher ganz entscheidend", so Brinek.

Ein "großer Erfolg" ist für Brinek die Einführung eines gesetzlichen Anspruches auf Elternteilzeit. "Mit dem Recht auf Teilzeit wird eine langjährige Forderung des ÖAAB umgesetzt. Somit wird nicht zuletzt Frauen die Möglichkeit einer Teilzeitbeschäftigung bis zum siebenten Lebensjahr des Kindes ermöglicht", erklärte Brinek. "Auch wenn es die Opposition nicht wahrhaben will: Dieses Gesetz verdient es, von allen Seiten Applaus zu bekommen", so Brinek.

"Bildung ist der Schlüssel zur Chancengleichheit", sagte die ÖVP-Wissenschaftssprecherin und verwies auf den 52prozentigen Frauenanteil bei Hochschulabsolventen sowie auf den Anstieg bei Maturantinnen von 52 auf 57 Prozent. "Wichtig ist es jedoch auch, durch die Wahl der entsprechenden Fächer und Schultypen verstärkte Bewusstseinbildung bereits bei den Mädchen zu betreiben", die oft immer noch zu "typisch weiblichen" Berufsentscheidungen neigten.

"Diese Regierung hat im frauenpolitischen Bereich bereits große Erfolge erzielt. Aber es gibt auch noch viele Herausforderungen für die Zukunft", verwies Brinek auf weitere Forderungen der ÖAAB-Frauen wie etwa die steuerlichen Absetzbarkeit von Kinderbetreuung oder eine weiter wachsenden Gleichstellung von Frauen und Männern in öffentlichen Gremien und Ämtern.

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