Mikl-Leitner zum Internationalen Tag der Frauen: "Viel erreicht, aber noch viel vor"

Vereinbarkeit von Familie und Beruf ist wichtiges Anliegen

St. Pölten (NÖI) - "Der Internationale Tag der Frauen soll Anlass sein, darüber nachzudenken, wo die Frauen in unserer Gesellschaft stehen, was wir erreicht haben, und wo wir noch aufholen müssen", erklärt die Landesrätin für Frauenfragen, Mag. Johanna Mikl-Leitner. ****

In der Frauen- und Familienpolitik wurde bereits viel erreicht. Die Landesrätin erinnert dabei daran, dass Frauen in vielen Dingen die Männer, wie z.B.: bei der Bildung bereits überholt haben. So gibt bereits mehr Akademikerinnen als Akademiker.
Trotzdem habe sie noch viel vor: "So ist beispielsweise gleicher Lohn für gleichwertige Arbeit auch heute noch eine offene Forderung und Frauen verdienen leider noch immer um 30% weniger als Männer. Unser Ziel ist es daher Rahmenbedingungen zu schaffen, damit Frauen die gleichen Rechte und Chancen vorfinden wie Männer und damit auch gleich viel Geld für die gleiche Arbeit bekommen. Voraussetzung dafür ist aber eine enge Kooperation mit der Wirtschaft", so Mikl-Leitner.

Ein ganz zentraler Punkt bei der Frauenpolitik sei es aber vor allem die optimale Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu fördern. Hier gehe es vor allem um die Wahlfreiheit der Frauen, ob sie zu Hause bei ihren Kindern bleiben, oder ob sie wieder in das Berufsleben einsteigen wollen. "In Niederösterreich werden hier konkrete Maßnahmen gesetzt, ich erinnere dabei nur an die NÖ Familienhilfe, das flächendeckende Netz an Kinderbetreuungseinrichtungen, oder an unsere konkreten Frauenförderungsprogramme", erklärt Mikl-Leitner.

Anlässlich des Internationalen Tages der Frauen sollte man sich aber auch darüber bewusst werden, dass Frauen in einigen Bereichen noch immer schutzbedürftig sind. So ist Gewalt in der Familie immer noch traurige Realität. In Österreich werden jährlich bis zu 300.000 Frauen von ihren Ehemännern oder Lebensgefährten misshandelt.
Und auch hier setzt Niederösterreich konkrete Maßnahmen: "Das Bundesland Niederösterreich nimmt mit einem Fortbildungsprogramm zum Thema Gewalt gegen Frauen und Kinder österreichweit eine Vorreiterrolle im Gesundheitswesen ein. Im Rahmen dieses Programmes werden für medizinische Berufe flächendeckend Fortbildungskurse zur Erkennung von Gewalt angeboten. Dass das Projekt auch positiv angenommen wird, beweist die Tatsache, dass bereits 430 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der NÖ Krankenanstalten daran teilgenommen haben," erklärt Mikl-Leitner die Initiative. Darüber hinaus gibt es in Niederösterreich fünf Frauenhäuser, drei Kriseninterventionsstellen und Frauenberatungsstellen, die in Notsituationen weiterhelfen können.

Rückfragen & Kontakt:

VP Niederösterreich
Presse
Tel.: 02742/9020 - 140
http://www.vpnoe.at

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NNV0001