ÖH fordert frauenfreundlichere Universitätsstrukturen

Elite-Universitäten fördern Frauen nicht!

Wien (OTS) - Anlässlich des Internationalen Frauentages will die ÖH (Österreichische HochschülerInnenschaft) nachdrücklich auf die frauenfeindlichen Strukturen der Universität aufmerksam machen. Gerade mittel- bis langfristig werden Frauen massiv aus den Universitäten gedrängt werden.

"Elite-Unis sind ein Schritt in die falsche Richtung.", erklärt Patrice Fuchs, Vorsitzende der ÖH Bundesvertretung.
"Die Erfahrung zeigt, dass sich Frauen in derartigen Elite-Strukturen schwerer durchsetzen als Männer. Wenn eine Zuspitzung der angebrochenen Debatten rund um Elite-Unis folgt und diese in die Tat umgesetzt werden, so haben Männerbünde auf den Universitäten freie Hand. Frauen werden durch die Finger schauen.", so Fuchs.

"Es ist zwar derzeit der Fall, dass mehr Frauen als Männer auf der Universität vertreten sind, das kann aber nicht der schwarzblauen Bildungspolitik angerechnet werden. Es liegt daran, dass die, von 'Schwarzblau' verschuldete, beträchtlich hohe Arbeitslosigkeit Frauen kurzfristig an die Uni drängt.", analysiert Barbara Wittinger, dritte Vorsitzende der ÖH.
"Ein weiteres Manko stellt die geringe Zahl der Absolventinnen dar. Viele Frauen beginnen ein Studium, schließen es aber nicht ab. Die äußeren Umstände drängen Frauen noch immer dazu, sich zwischen Familie und Karriere entscheiden zu müssen.", so Wittinger.

"Die schwarzblaue Bundesregierung ist dazu aufgerufen, sich endlich zu überlegen, was für Auswirkungen ihre reaktionäre Politik auf Frauen hat. Auf den Universitäten müssen frauenfreundlichere Strukturen nachhaltig installiert werden, um den ewiggestrigen Problemen der Frauen Abhilfe zu schaffen.", schließt Fuchs.

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