Grüne Frauen zum Internationalen Frauentag: "Billiger geht's nicht."

Frauensprecherin Vana: Frauen im Handel werden schamlos ausgebeutet

Wien (Grüne) - Die Grünen Frauen Wien nehmen den heutigen Internationalen Frauentag zum Anlass, um auf die steigende Anzahl von atypisch beschäftigten Frauen in Wien, insbesondere im Handel, hinzuweisen. "Zwei Drittel der 300.000 Beschäftigten im Handel sind Frauen, die meisten in Teilzeit- oder Geringfügigen Beschäftigungsverhältnissen, von denen sie nicht eigenständig leben können, kaum Aufstiegchancen haben und eine niedrige oder gar keine Pension beziehen werden", kritisiert Monika Vana, Frauensprecherin der Wiener Grünen.

"Durch die Ausdehnung der Ladenöffnungszeiten spitzt sich ihre Arbeitssituation immer weiter zu. Familienfeindliche Arbeitszeiten, fehlende Kinderbetreuungseinrichtungen und hoher Arbeitsdruck machen das Arbeiten im Handel für Frauen unerträglich. Wir Grüne wollen Bewusstsein schaffen: Billiger geht´s nicht. Handelsriesen profitieren, Frauen verlieren!" Während die großen Handelsketten ihre Preisschlachten schamlos auf dem Rücken von Frauen austragen, hat die von Frauenstadträtin Renate Brauner vor mehr als einem halben Jahr angekündigte Arbeitsgruppe für flankierende Maßnahmen im Zuge der Ladenöffnungszeiten noch nicht einmal getagt, kritisiert Vana. "Die Wiener Stadtregierung hat mit ihrer Zustimmung zur Ausweitung der Ladenöffnungszeiten die Frauen im Handel im Stich gelassen und dazu beigetragen, dass die Zahl der in Armut lebenden Frauen in Wien immer weiter steigt".

Die Grünen Frauen Wien fordern für Frauen im Handel:
- Überstundenzuschläge auch für Teilzeitbeschäftigte bereits nach Überschreiten der vereinbarten Arbeitszeit
- Mindestarbeitszeit im Handel und Mitspracherecht bei der Erstellung von Dienstplänen
- Vollen sozialversicherungsrechtlichen Schutz für atypische Beschäftigte
- Mehr Rechte und Kontrollmöglichkeiten für Arbeitsinspektorate
- Kein Zwang zur Nachtarbeit für Menschen mit Betreuungspflichten
- Ausweitung des Kinderbetreuungsangebots
- Ausbau des öffentlichen Verkehrs
- Keine weitere Liberalisierung der Ladenöffnungszeiten

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