Brauner: Unterstützung bei Wiedereinstieg und Gleichstellung

Konkrete Projekte und Maßnahmen zum Frauentag

Wien (OTS) - Wiens Frauenstadträtin Mag.a Renate Brauner präsentierte am Freitag im Rahmen ihrer Pressekonferenz zum Internationalen Frauentag gemeinsam mit der Leiterin der Wiener Frauenabteilung, Mag.a Daniela Urschitz, der Leiterin der waff-Frauenmaßnahmen Mag.a Monika Nigl sowie Barbara Lang, die bereits erfolgreich an einer waff-Wiedereinsteigerinnenmaßnahme teilgenommen hat, Projekte und Maßnahmen in den Bereichen Wiedereinstieg, Alleinerziehen und Gleichstellung.****

Laut der IFES-Studie "Leben in Wien" leben 95 Prozent aller Menschen gerne in Wien - Frauen sagen dabei sogar noch öfter, dass sie "sehr gerne" in Wien leben. Ihre Lebenssituation insgesamt gesehen geben Frauen die Schulnote 1,82 (Männer 1,83). Und Frauen sind auch grundsätzlich zufriedener bei den Kontakten mit den städtischen Behörden und Servicestellen. Diese Ergebnisse seien ein Beweis dafür, dass Frauen sich in Wien wohlfühlen, meinte Wiens Frauenstadträtin Mag.a Renate Brauner. "Natürlich gibt es aber nach wie vor spezifische Problembereiche, in denen Frauen ganz klar benachteiligt sind." Frauen verdienen in Österreich um 33 Prozent (Wien: 25 Prozent) weniger als
Männer. Viele gesellschaftliche Bereiche seien nach wie vor fest in Männerhand, so Brauner.

Brauner betonte, dass laut IFES-Frauenbarometer 8 von 10 Frauen arbeiten wollen. Ökonomische Unabhängigkeit sei eine Grundvoraussetzung für ein Leben ohne Gewalt und für ein selbstständiges Leben auch im Alter. Nach wie vor scheitere die Vereinbarkeit von Beruf und Familie für Frauen an fehlenden Rahmenbedingungen. Brauner übte heftige Kritik an den verfehlten Regierungsmaßnahmen, die die Frauenbeschäftigung eher behindern, als fördern würden: "Den Frauen wird von der Bundesregierung leider signalisiert, dass eine gleichberechtigte Teilnahme am Erwerbsleben nicht erwünscht ist." So verschlechtere etwa das
Kindergeld die Wiedereinstiegschancen vieler Frauen, weil es zu einem längeren Berufsausstieg verleite. Laut WIFO-Studie sank der Anteil der Frauen, die wieder eine Beschäftigung aufnahmen, bevor das Kind 2 1/4 Jahre alt war, von 54 auf 35 Prozent. Auch sei verabsäumt worden, Alleinerzieherinnen durch gezielte Maßnahmen im Rahmen einer Steuerreform zu unterstützen.

Anlässlich des Frauentages präsentierte Brauner ein Maßnahmenpaket für die wichtigsten Problembereiche von Frauen:
Wiedereinstieg, Alleinerziehen sowie Gleichstellung und Vereinbarkeit. Mit dem neuen WiedereinsteigerInnen-Programm NOVA setzt der Wiener ArbeitnehmerInnen-Förderungsfonds (waff) auf eine 3-stufige Karenz- und Wiedereinstiegsbegleitung, die 2004 in allen drei Modulen Beratung und Qualifizierung mit einem finanziellen Gesamtaufwand von 2 Millionen Euro für insgesamt 1.250 Personen bietet.

Info im Web zu Alleinerziehen und zu Gleichstellung im Betrieb

Mit der Website für Alleinerziehende http://www.alleinerziehen.at/ schließt die Wiener Frauenabteilung (MA 57) eine wichtige Lücke bei den Informationsangeboten. Die Website bietet aktuelle rechtliche Informationen zu Unterhalt und Obsorge, Beihilfen, Informationen zu Kinderbetreuungs- und Freizeitangeboten, Aus- und Weiterbildung, Erwerbstätigkeit und Wohnen. Schon 2001 hat die MA 57 ein praxisnahes Handbuch "7 Schritte zur Gleichstellung" entwickelt. Innerhalb von knapp neun Monaten waren bereits 1.000 Stück des aufwendig produzierten Handbuches an interessierte UnternehmerInnen, Personalverantwortliche, BetriebsrätInnen und ArbeitnehmerInnen verteilt. Um die Nachfrage rasch und kostengünstig decken zu können, wurde es in der Neuauflage als Website http://www.gleichstellung.info/ für das Internet konzipiert. Von April 2003 bis inkl. Februar 2004 gab es auf diese Seite 13.334 Zugriffe.

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