Wöchentlicher Finanzmarktkommentar der Volksbank Investmentbank AG

Wien (OTS) -

USD Euribor Dt. Bund ATX DAX DJ Ind. je EUR 3m 10y 5. Mär 04 1,218 2,05% 4,09% 1855,0 4135,6 10588,0 27. Feb 04 1,243 2,05% 4,05% 1797,0 4036,0 10580,1 Veränderung 2,05% 0,00%Pkt 0,04%Pkt 3,21% 2,47% 0,07%

Der monatliche Konjunkturbericht der US-Notenbank Fed vermeldete eine weitere Zunahme der wirtschaftlichen Aktivitäten im Februar, anziehende Konsumausgaben, steigende Produzentenpreise und eine langsame Verbesserung des Arbeitsmarktes. Die Einschätzung der Einkaufsmanager der Industrie, die Anfang der Woche in den ISM-Indizes zum Ausdruck kam, hat sich damit bestätigt. Während sich in den USA allmählich erste Zinserhöhungen abzeichnen, erholt sich die europäische Wirtschaft weiterhin nur mäßig. Entgegen manchen Spekulationen hat aber die EZB ihren Leitzins am 4. März bei 2% belassen. Der Kommentar zu dieser Zinsentscheidung gab keine Hinweise auf eine baldige Änderung der Euro-Geldpolitik. Der Geldmarkt blieb in der vergangenen Woche dementsprechend neutral, während die langfristigen Renditen wieder etwas angestiegen sind.

An der Wiener Börse konnte sich der ATX in der vergangenen Woche über der Marke von 1800 Punkten halten und erreichte am 5.3. ein neues All-time-High von 1855,2 Punkten. Bei den heimischen Aktien läuft noch die Berichtssaison - und diese hat auch in der vergangenen Woche mit Bank Austria, Andritz, Semperit, und VA Tech gute Ergebnisse geliefert. Andritz und Semperit konnten ihr Ergebnis im vergangenen Jahr trotz starken Dollars steigern und gaben beide einen positiven Ausblick für das laufende Jahr.

Von Index-Neugewichtungen dürften in den nächsten Wochen die Telekom Austria und Wienerberger profitieren können. Bei Telekom Austria erhöhte sich der Streubesitzfaktor, mit dem die Börsekapitalisierung der Aktie im ATX gewichtet wird, von 50% auf 75%, bei Wienerberger von 75% auf 100%. Mit Wirksamkeit der neuen Faktoren am 22. März wird das Gewicht der Telekom damit bei etwa 20% statt bisher 15% liegen, die Gewichtung von Wienerberger steigt von 6% auf 8%. Im Österreich-Index von Morgan Stanley Capital International (MCSI) ist eine ähnliche Änderung bereits am 1.3. in Kraft getreten. Da die MSCI-Änderung bereits am 17.2. beschlossen (und bekanntgegeben) wurde, ist der neue, 100%ige Streubesitz von Wienerberger im MCSI-Index noch nicht berücksichtigt.

Der Euro hat in der vergangenen Woche weiter gegenüber dem Dollar verloren. Der Hintergrund dafür besteht in der Aussicht auf höhere US-Zinsen im Jahresverlauf. Beides - schwächerer Euro und zunehmende Wahrscheinlichkeit steigender US-Zinsen - bedeutet für die Zinsen in der Eurozone ein gewisses Aufwärtspotenzial. Da diese Effekte aber bereits in der vergangenen Woche gegriffen haben, gehen wir für die zweite Märzwoche von einer Seitwärtsentwicklung der Euro-Renditen bei unverändert niedrigen Geldmarktzinsen aus. Längerfristig ist aber mit höheren Kapitalmarktzinsen zu rechnen.

Für die Währungsentwicklung der Woche werden vor allem die Daten zur US-Handelsbilanz im Jänner sowie zu den Leistungsbilanzen von USA und Eurozone im vierten Quartal wichtig sein. Da wir davon ausgehen, dass sich die Außenhandelsposition der USA nur sehr langsam verbessert hat, erwarten wir in der kommenden Woche wieder einen schwächeren Dollar.

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