AK: ÖIAG muss bei VA Tech Kapitalerhöhung mitziehen

Rückzug des einzig stabilen Kernaktionärs würde Arbeitsplätze gefährden

Wien (AK) - Damit die VA Tech als eines der führenden Hochtechnologieunternehmen unter österreichischer Kontrolle bleibt, muss die ÖIAG bei der Kapitalerhöhung unbedingt mitziehen, verlangt die AK. Der Rückzug des einzigen stabilen Kernaktionärs wäre die mutwillige Aufgabe der österreichischen Kontrolle über ein wichtiges heimisches Technologieunternehmen, stellt die AK fest. Damit würden nicht nur unmittelbar die Arbeitsplätze österreichischer Arbeitnehmer in der VA Tech bedroht, sondern auch zahlreiche kleine und mittlere Zulieferbetriebe, warnt die AK. ****

Die AK ist vehement gegen einen Verkauf der ÖIAG-Anteile an der VA Tech. Nur ein stabiler österreichischer Kernaktionär kann die bei einer Totalprivatisierung drohende Zerschlagung des Konzerns und mögliche Abwanderung der Konzernzentrale, und damit auch von Arbeitsplätzen, verhindern. Der Industrielle Mirko Kovats, der derzeit 12,5 Prozent der Anteile hält, ist für die AK, aufgrund seiner jünsten VA Tech-Aktienkäufe und wieder -verkäufe zur Zeit kein stabiler Kernaktionär. Zieht die ÖIAG, die derzeit 15 Prozent der Anteile hält, bei der bevorstehenden Kapitalerhöhung nicht mit, wird sie in Zukunft nicht mehr den Hauptaktionär stellen. Gerade auch in der jetzigen schwierigen Restrukturierungsphase des Konzern kann das nur als unverantwortlich bezeichnet werden. Die AK fordert daher ein Mitziehen der ÖIAG, um zumindest den derzeitigen ÖIAG-Anteil von 15 Prozent zu halten. Ziel wäre ein Kernaktionär mit Sperrminorität. Dazu könnte ein Ausbau der Mitarbeiterbeteiligung beitragen.

Der VA Tech-Konzern ist der größte weltweit tätige Technologie-und Servicekonzern mit Entscheidungszentrale in Österreich. Rund 8000 zum überwiegenden Teil hochqualifizierte Mitarbeiter sind in Österreich beschäftigt, davon allein etwa 3000 im Raum Wien, 2.800 in Oberösterreich, rund 1700 in der Steiermark, der Rest auf andere Bundesländer verteilt. Mit einem jährlichen Einkaufsvolumen in Österreich zwischen 600 und 800 Millionen Euro, ist der Konzern äußerst bedeutsam als Auftragsgeber für österreichische Klein- und Mittelbetriebe. Mehr als 7000 österreichische Unternehmen zählen zu den Lieferanten des Konzerns.

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