Kukacka: Flussbauliches Gesamtprojekt muss auch für die Schifffahrt erkennbare Verbesserungen bringen!

Wien, am 5. März 2004 (OTS) Es sei zwar erfreulich, dass im gestrigen Leitungsausschuss für die Vorbereitung eines Umweltverträglichkeitsverfahren zum „Flussbaulichen Gesamtprojekt“ in sieben von acht Planungsgrundsätzen Einigkeit erzielt werden konnte. Gleichzeitig sei es aber bedauerlich, dass derzeit noch kein Einvernehmen im Bezug auf die Fahrwassertiefe zwischen den Fachgruppen Ökologie und Schifffahrt erzielt werden konnte, kommentierte heute, Freitag, Verkehrsstaatssekretär Mag. Helmut Kukacka das erste Zwischenergebnis im Leitungsausschuss. Es müsse aber klar sein, dass das Flussbauliche Gesamtprojekt auch für die Schifffahrt erkennbare Verbesserungen bringen müsse, da es sonst keine EU-Förderungen aus Ten-Projekten lukrieren könne, betonte Kukacka.****

In den kommenden Wochen sei ein gemeinsamer Workshop mit Vertretern des Ministeriums als auch der Ökologie geplant, bei dem die verschiedenen Varianten im Bereich der Fahrwassertiefe noch einmal ausführlich diskutiert werden können. Es liege aber auf der Hand, dass dieses Projekt nur dann als TEN- Projekt realisiert und mit Unterstützung der EU finanziert werden kann, wenn es gleichermaßen einen Gewinn für Schifffahrt und Ökologie bringe, betonte der Verkehrsstaatssekretär. Nur wenn es EU-Förderungen gäbe, könnten auch die sinnvollen ökologischen Begleitmaßnahmen, wie die Beseitigung des engen Steinkorsetts der Uferverbauungen, das noch aus der Jahrhundertwende stammt, die Beseitigung der Treppelwegbarrieren und die Wiederherstellung der Dynamik in den Aulandschaften, wie weitgehend vor der Donauregulierung, realisiert werden, betonte Kukacka. Es handelt sich daher um ein innovatives und vorbildliches europäisches Leitprojekt, das als Vorbild ähnlicher Vorhaben gelten könne.
Die Kosten für dieses „Flussbauliche Gesamtprojekt“ betragen bei einer Bauzeit von 10 Jahren rund 180 Millionen Euro. Davon werden von der Europäischen Union bis zu 20 Prozent kofinanziert, da dieses Projekt vom Europäischen Rat Anfang Dezember 2003 als prioritär eingestuft wurde. Das BMVIT habe es sich zum Ziel gesetzt, optimale Bedingungen für die ökologisch gut verträgliche Wasserstraße Donau zu schaffen, um eine Aufnahme bzw. Verlagerung zusätzlicher Verkehrsströme im Zuge der EU- Osterweiterung auf die Wasserstraße zu ermöglichen und damit auch den Kyotozielen zu entsprechen, schloss Kukacka.

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