Wiener Grüne:"Ungustiöser Vergleich" der Wiener FPÖ

Ellensohn: "Die Ehre der Nazis rettet auch kein FPÖ-Rechtsgutachten"

Wien (Grüne) - Kritik an der FPÖ-Meinung, daß Ehrungen aus der NS-Zeit heute immer noch gelten haben, übt der Grüne Gemeinderat David Ellensohn: "Die Ehre der Nazis rettet auch kein FPÖ-Rechtsgutachen." Ellensohn bezieht sich dabei auf ein Rechtsgutachten, das die Wiener FPÖ des ehemaligen Dritten Nationalratsprädidenten der FPÖ, Wilhelm Braunender. Laut dem Gutachten seien Ehrungen aus der Zeit des Nationalsozialismus bis heute gültig.

Ellensohn: "Die FPÖ ist in ihrer Weinerlichkeit zu bedauern. Manchen Wiener FPÖ-Politikern scheint das Ende der Ehre ihrer Idole aus der NS-Zeit das Wasser in die Augen zu treiben. Die FPÖ will auf rechtlichem Weg die Ehre von Nazi-Helden wieder her stellen und vergisst dabei völlig, dass es nicht der Zeitgeist ist, der das Grauen des Holocaust verurteilt, sondern der politische, moralische und ethische Anstand." Als "besonders ungustiösen Vergleich" bezeichnete Ellensohn die Behauptung der Wiener FPÖ, daß auch "Arisisierungen" jüdischen Eigentums in der Zweiten Republik aufrecht geblieben sind und daher auch die NS-Ehrungen aufrecht nicht aufgehoben werden dürfen

"Wenn wir über Ehrungen während der Jahre 1938 bis 1945 nachdenken, sollten wir vielmehr an die Deserteure der Wehrmacht denken. Mutige Männer, die ihr Leben aufs Spiel setzten - und zum Großteil bei Massenerschießungen auch verloren - um dem Nazi-Regime ein Ende zu setzen. Den Deserteuren der Wehrmacht gebührt unsere Ehre" schließt David Ellensohn.

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