Menschenrechte sind ein Schwerpunkt in der Aus- und Fortbildung der Exekutive

Wien (OTS) - Die vom Menschenrechtsbeirat im März 2004 vorgelegte Studie zum Sprachgebrauch der Exekutive führte zu insgesamt sechs Empfehlungen, die sich durchwegs auf Maßnahmen im Schulungsbereich beziehen. Die Empfehlungen unterstützen auf konstruktive Weise den in der Aus- und Fortbildung der Exekutive eingeschlagenen Weg.****

In der Studie wurden überwiegend konfliktträchtige und mitunter durchaus als nicht korrekt zu bewertende Äußerungen von Beamten der Sicherheitsexekutive aus Amtshandlungen aus den Jahren 1999 und 2001 bearbeitet. Diese dürfen zwar keineswegs vernachlässigt werden, sind aber doch in Relation mit den vielen Millionen Amtshandlungen, die jedes Jahr korrekt und pflichtbewusst geführt werden, zu sehen.

Das Innenministerium sieht sich in seinen Maßnahmen im Bereich der Menschenrechtsbildung bestätigt und setzt diesen Weg mit mehreren Seminarangeboten fort: Seminare, die von der Sicherheitsakademie, teils verpflichtend, teils fakultativ angeboten werden, setzen sich unter anderem mit der Thematik des diskriminierenden Sprachgebrauchs auseinander. So wurde erst vor wenigen Tagen die Zusammenarbeit mit der Anti Defamation League (ADL) auf fünf Jahre verlängert. In den von ADL gestalteten und angebotenen Seminaren werden unter anderem Sprachsensibilisierungsübungen absolviert. Das Projekt "Polizei und AfrikanerInnen", das seit dem Jahr 2000 gemeinsam mit Vertretern von afrikanischen Organisationen in Österreich gestaltet wird, soll zum besseren gegenseitigen Verständnis beitragen. Auch in den Ausbildungsmodulen Rhetorik, Kommunikation und Konfliktmanagement wird das Thema bearbeitet.

Handlungsanleitungen, die sich mit dem Thema Diskriminierung beschäftigen, werden unter anderem auch in Workshops wie "Polizeiliches Handeln in einer multikulturellen Gesellschaft", "Fremd bei uns", im Projekt "Interkulturlotsen" behandelt. Die gleichen Lehrinhalte werden auch in den Gegenständen Angewandte Psychologie und Berufsethik vermittelt.

Ziel aller Lehrveranstaltungen ist es, eine noch bessere Bewusstseinsbildung bei den Exekutivbeamten hinsichtlich der Themen Diskriminierung, Rassismus und Fremdenfeindlichkeit zu schaffen.

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