Grüne/Jerusalem: Schulweg - Schicker präsentierte "Alte Hüte"

"Ziel nicht das autogerechte Kind sondern kindgerechter Straßenverkehr"

Grüne (Wien) - "Nichts als alte Hüte präsentierte Verkehrsstadtrat Rudolf Schicker in seinem heutigen Mediengespräch", so die Schulsprecherin der Wiener Grünen, Susanne Jerusalem. Der Stadtrat sei offensichtlich der Meinung, dass zwei Pressegespräche im Jahr genügten, um öffentlich einen guten Eindruck zu machen, an der alarmierenden Situation ändere das aber gar nichts. Der Weg zur Schule sei in Wien immer noch für viele Kinder ein großes Risiko. Die Schulwegunfälle seien in Wien von 2001 auf 2002 von 65 auf 75 angestiegen und auch im Jahr 2003 konnte kein Rückgang verzeichnet werden. Jerusalem "Die Politik schläft, die Zahlen sind auf erschreckend hohem Niveau gleich geblieben."

Gemeinderätin Jerusalem verlangt von Schicker ein engagiertes und gut dotiertes Schulwegprogramm. Es gehe um mehr Sicherheit und mehr Lebensqualität für Kinder. Jerusalem fordert:

1. Geregelte Kreuzungen - mehr Ampeln: Geregelte Kreuzungen bieten für Kinder mit Abstand die größte Sicherheit. Wo starker Verkehr herrscht, hat eine Ampel Vorrang vor allen anderen Maßnahmen

2. Tempo 30: Die Fahrgeschwindigkeit sollte im Schulumfeld drastisch reduziert werden. Daher 30 km/h - Zonen vor allen Schulen. Zahlreiche Kontrollen und hohe Strafen wirken Wunder!

3. Mobile Tempoanzeiger: Mobile Tempoanzeiger sollen vermehrt aufgestellt werden.

4. Bessere Bodenmarkierungen Zebrastreifen müssen besser hervorgehoben werden und Gehsteige vorgezogen werden. Der Zebrastreifen muss deutlich sichtbar sein, wenn nötig, muss die Farbe jährlich aufgefrischt werden. Zudem könnten bei gefährlichen Kreuzungen Balken vor dem Schutzweg angebracht werden.

5. Die Grünen fordern das "britische Modell" für Wien. In Großbritannien werden vor Kreuzungen Fahrstreifen im Zick-Zack-Muster angebracht, um deutlich auf das Gefahrenmoment vor der Schule aufmerksam zu machen.

6. Einen Schulwegeplan für jede Volksschule und Behebung aller Gefahrenstellen

7. Kinderverträglichkeitsprüfung - Das Einzugsgebiet von Schulen muss einer jährlichen Kinderverträglichkeitsprüfung unterzogen werden.

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