Wilde Spekulationen um Autopreise: Unnötige Verunsicherung der Konsumenten

Havelka: Bei der Mehrzahl der Marken und Modellen Preise in künftigen EU-Ländern gleich oder sogar höher - Preisvergleiche auf Basis von Listenpreisen unseriös

Wien (PWK154) - "Wenn man die Berichterstattung der letzten Tage aufmerksam verfolgt hat, konnte man die unterschiedlichsten Aussagen über die Autopreise in der EU und bei unseren östlichen Nachbarn feststellen. Manches davon war qualifiziert, vieles eher unqualifiziert und schien aus dem Kaffeesud gelesen worden zu sein", so Heinz Havelka, Obmann des Bundesgremiums des Fahrzeughandels der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ). Er gibt im Zusammenhang mit dem Import von Fahrzeugen aus dem Ausland zu bedenken: "Wenn man auf günstigere Preise in den Erweiterungsländern hinweist, dann wäre es jedoch auch seriös, u.a. auf die Zollkosten beim Import eines Fahrzeuges in die EU aufmerksam zu machen. Auch die geringe Ausstattung und die Frage, ob diese Fahrzeuge den EU-Abgasnormen entsprechen, wären interessante Themen für die Berichterstattung." Zwar seien derzeit einzelne Modelle in den neuen EU-Mitgliedsländern um einige Prozentpunkte billiger als im übrigen Europa: "Bei 60 Prozent aller Marken und Modellen sind die Preise jedoch gleich oder sogar höher."

Unseriös sind Preisvergleiche auf Basis von Listenpreisen: "Ein Verschweigen der massiven Verkaufsstützungen, Marketingaktionen, diverser Zugaben von Sonderausstattungen etc., Eintauschaktionen und dergleichen mehr durch die österreichischen Importeure in der Berichterstattung stellt eine klare Irreführung der Konsumenten dar", ist Havelka empört. Die derzeit im Umlauf befindlichen Preisvergleiche und Preiserhebungen seien daher als unseriös zu bezeichnen.

Mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit sei zu erwarten, dass mit 1.5.2004, dem mit Spannung erwarteten EU-Erweiterungstermin, die Fahrzeugpreise in Europa harmonisiert sein werden. "Welcher Hersteller will sich schon wegen einiger Prozentpunkte in Ungarn, Slowenien, Polen etc., wo die Preise aufgrund der geringen Kaufkraft gestützt sind, die Preise auf den bedeutenden europäischen Märkten ruinieren lassen?", so Havelka. Letztendlich sei zu erwarten, dass sich die Preise in Europa in einer Bandbreite von zirka plus/minus 3 Prozent einpendeln werden. (JR)

Rückfragen & Kontakt:

Wirtschaftskammer Österreich
BGr des Fahrzeughandels
Komm.Rat Heinz Havelka
Tel.: (0664/3362633
http://wko.at/Presse

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | PWK0003