PRÖLL: Jeder Österreicher kann klima:aktiv sein

Welser Energiesparmesse ist Fenster zur Energiezukunft

Wien (OTS) - "Österreichs Haushalte sind für rund ein Drittel des CO2-Ausstoßes verantwortlich. Heizung, Warmwassererzeugung und Elektrogeräte sind die größten Energiefresser. Gerade beim Bauen und Wohnen hat aber jeder Einzelne viele Möglichkeiten, Energie und damit CO2 einzusparen. Energiesparen in den eigenen vier Wänden bedeutet nicht nur einen Gewinn für das Haushaltsbudget, sondern auch für die Umwelt. Wels hat sich in den letzten Jahren zum Mekka für Energiesparer entwickelt. Hier kann sich jeder, vom Häuslbauer bis zum Unternehmer, über die modernsten und innovativsten Spitzentechnologien am Energiesektor informieren", sagte Umweltminister Josef Pröll heute, Freitag, bei der Eröffnung der Energiesparmesse in Wels
(Oberösterreich). ****

Große Potenziale zum Energiesparen und damit für den Klimaschutz liegen in der Althaussanierung und beim Bau neuer Häuser. "Ich setze mich dafür ein, dass in Zukunft die Mittel der Wohnbauförderungen verstärkt in die Althaussanierung gelenkt werden und dass beim Neubau die Gelder zunehmend für besonders energieeffiziente Bauweisen wie Passivhäuser verwendet werden. Ich habe eine entsprechende 15a Vereinbarung mit den Experten der Länder ausverhandelt", sagte Pröll.

Die Österreichische Bundesregierung unterstützt im Rahmen der Klimastrategie die Ausweitung der Biomassenutzung. Bis 2010 sollen der Biomasseeinsatz um 75 Prozent gesteigert und der Anteil erneuerbarer Energieträger am Gesamtenergieverbrauch von 23 auf 30 Prozent erhöht werden.

"Mit dem Ökostromgesetz und den neuen Einspeisetarifen ist eine gute Basis gelegt worden, um bis 2008 das Ziel von 4 Prozent Strom aus Biomasse, Biogas, Wind, Geothermie und Photovoltaik sowie 9 Prozent Strom aus Kleinwasserkraftwerken zu erreichen. Dieses Ziel darf nicht in Frage gestellt werden. Ich gehe davon aus, dass es in den kommenden Tagen mit den Bundesländern über die Finanzierung der Ökostromanlagen für 2004 eine Einigung geben wird. Wir dürfen Betreiber und Investoren, die im Vertrauen auf das Ökostromgesetz und die Einspeisetarifverordnung neue Anlagen errichten, nicht im Regen stehen lassen", so der Minister.

"Neben gesetzlichen Regelungen und finanziellen Förderungen ist im Klimaschutz der Beitrag jedes Einzelnen von immenser Bedeutung. Jeder kann und soll klima:aktiv werden, schließlich geht es um saubere Luft und die Erhaltung kostbarer Natur für uns und unsere Kinder", so der Umweltminister.

Klimaschutz braucht neue Impulse

Damit das Engagement für den Klimaschutz erleichtert wird, müssen zusätzliche Impulse für klimafreundliche Angebote gesetzt werden. "Ich habe daher das Aktionsprogramm klima:aktiv ins Leben gerufen. Es wendet sich an die unterschiedlichsten Zielgruppen wie Maurer, Zimmerer, Installateure, Rauchfangkehrer, Klein- und Mittelbetriebe, Wohnbaugenossenschaften bis hin zu Architekten. Für Ausbildung, Qualitätssicherung und die Forcierung klimafreundlicher Technologien und Dienstleistungen werde ich bis 2012 jährlich 3 Millionen Euro zur Verfügung stellen", so Umweltminister Pröll.

"klima:aktiv ist auch eine Kommunikationsplattform, die bewusst machen will, dass jeder im Alltag klima:aktiv sein und einen Beitrag zum Klimaschutz leisten kann!", erklärte Pröll. Unterstützt wird klima:aktiv bisher von den Österreichischen Bundesbahnen, die mit dem "Kyoto-Express" ein deutliches Zeichen setzen, dass alle Österreicherinnen und Österreicher mit den ÖBB klimafreundlich mobil sein können. Die Österreichische Hagelversicherung wirbt für regionalen Lebensmitteleinkauf - das spart Transportwege und damit CO2.

"Unternehmen, die klima:aktiv Partner des Lebensministeriums werden wollen, lade ich ein, der Kommunikationsplattform beizutreten oder das Aktionsprogramm aktiv zu unterstützen und so die Schlagkraft von klima:aktiv zu erhöhen", sagte Pröll.

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