Für SP-Schaunig: Frauentag notwendiger denn je

Kärntens Frauen atmen auf: Nur noch zwei Tage Haider

Klagenfurt(SP-KTN)- "Es ist manchmal kräfteraubend, ungeschminkte Tatsachen wie die Einkommensschere, die gläserne Decke oder andere Benachteiligungen der Frauen immer wieder erneut ins Bewusstsein rufen zu müssen" stellte Landesrätin Gaby Schaunig anlässlich des heurigen Internationalen Frauentages fest. "Ich sehe es aber als meine politische Arbeit als Frauenreferentin immer wieder wachzurütteln", so Schaunig. "Die beispielhafte Entwicklung des Kärntner Frauennetzwerkes gibt mir allerdings für meine Arbeit wieder neue Impulse."

Frauenrechtlerin Dr. Eva Rossmann liest aus ihrem Kriminalroman. Eine junge Frau bewährt sich als DJ, zahlreiche andere Kärntnerinnen kommen zu Wort, ohne dass man(n) sie unterbricht. Illusorisch? Nein. So geschehen bei der Veranstaltung "UNgeschminkt, UNangepasst, UNbequem". Unter diesem Titel wurde vergangenen Montag im Klagenfurter Künstlerhaus an den Internationalen Frauentag gedacht. Grund zum Feiern gibt es nämlich für Frauen in unserem Land keinen! "Was den Frauen in den letzten Jahrzehnten an Errungenschaften gelungen ist, von ihnen hart erkämpft wurde, ist binnen kürzester Zeit zunichte gemacht worden", sind sich Landesrätin Gaby Schaunig und Frauenbeauftragte Helga Grafschafter einig.

Einpaar "Highlights" gefällig?

Frauenpolitische Verschlechterungen seit 2000

" Das eigenständige Frauenministerium wurde abgeschafft " Durch die Pensionsreform sind Frauen mehrfach betroffen " Einschränkung der Mitversicherung in der Krankenversicherung " Verschlechterung bei Arbeitslosenleistungen " Abschaffung der Bildungskarenz nach Elternkarenz " Einführung von Studiengebühren " Automatisch gemeinsame Obsorge bei Scheidung " Einsetzen einer Männerabteilung im Sozialministerium " Kürzung der finanziellen Förderungen für Frauenprojekte " Kinderbetreuungsgeld " Verschlechterung für Frauen an den Unis " Pensionsdurchrechnung 40 Jahre " Steuerreform

"Herzlichen Glückwunsch an die blau-schwarze Bundesregierung! Macht weiter so und bald habt ihr euer lang angepeiltes Ziel erreicht: Frauen zurück an den Herd. Platz frei für die ach so tüchtigen Männer in der Arbeitswelt", resümiert Schaunig sarkastisch. "Erst seit 1919 besitzen Frauen das Wahlrecht. Macht von diesem Recht am 7. März Gebrauch und lasst euch nicht einreden, dass Frauen an Politik uninteressiert sind", fordert die Landesrätin abschließend noch auf. (Schluss)

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