Haubner: Ein Leitfaden für Väter zum Internationalen Frauentag, 8. März 2004

Wien (BMSG/OTS) - "Kinder werden nach wie vor vorbehaltlos den Frauen zugerechnet, auch von den Frauen selbst. Über Doppelbelastung machen sich ausschließlich berufstätige Frauen Gedanken. Beruflich eingebundene Mütter machen die Erfahrung, dass ihr Partner sie nur selten entlastet. Für Väter hingegen ist der berufliche Einsatz, der heute erwartet wird, kein vorhandenes Problem, die Frage stellt sich gar nicht", bringt Familienstaatssekretärin Haubner eine andere Sichtweise zum Internationalen Frauentag am 8. März ein.

Studien belegen, dass frisch gebackene Väter gegenüber kinderlosen Männern ganze sechs zusätzliche Minuten am Tag mit Hausarbeit verbringen. Achtzig Prozent der Haushalts- und Familienarbeit leisten nach wie vor die Frauen.

"Ohne neue Partnerkultur bei der Kinderbetreuung kann gar nichts besser werden. Ohne Umdenken und Unterstützung am Arbeitsplatz oder noch früher - schon in Ausbildung und Bildung - wird sich nichts ändern", so Ursula Haubner.

Positive Tendenzen sieht Staatssekretärin Ursula Haubner auf Unternehmerseite. Am Arbeitsplatz ist Familienerfahrung als wichtige sozial-berufliche Kompetenz gut einsetzbar - bisher ein Potenzial, das fast ausschließlich Frauen mitbringen. Auch volkswirtschaftlich gesehen halten Eltern den Betrieb am Laufen.

"Erst wenn es für Personalchefs klar ist, dass auch der männliche Bewerber als potenzieller Vater mit Kinderbetreuungspflichten befasst sein und beruflich eine Zeit lang kürzer treten wird, ist hier eine Gleichstellung erreicht," setzt Familienstaatssekretärin Ursula Haubner auf die Hebung der Väterbeteiligung in der Kinderbetreuung. Eine nachhaltig angelegte Väter-Kampagne des Bundesministeriums für soziale Sicherheit, Generationen und Konsumentenschutz wird im heurigen Herbst dieses Anliegen unterstützen.

Ein besonderes Zeichen zum Internationalen Frauentag am 8. März 2003 setzt Ursula Haubner auch mit einem digitalen Leitfaden für werdende Väter, der gemeinsam mit Uni Ass. Dr. Mag. Harald Werneck (Klinischer Psychologe und Gesundheitspsychologe), OA Dr. Wolfgang Novak (Kinderarzt am SMZ Ost Donauspital)und Manfred Nagl (Mit-Geschäftsführer und Gründer des Projektes) präsentiert wird.

Ort: Tricafé - Börse, Wipplingerstraße 34, 1010 Wien Zeitpunkt: 10.30 Uhr.

"Väter müssen auch mit Väterkompetenzen ausgestattet werden, sie sollen über ihr bevorzugtes Medium Internet auch Kinderkompetenzen erwerben können," so Haubner. (Schluss) bxf

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