VP-Fuchs: Die Immobilie muss mobil werden

Bedarfsgerechter Wohnbau stand im Mittelpunkt der 7. Wiener Wohnbautage

Wien (VP-Klub) - Schwerpunkte des zweiten Teils der von der ÖVP Wien organisierten 7. Wiener Wohnbautage waren neben Ökologie und Gesundheit im Wohnbereich vor allem das soziale und bedarfsgerechte Wohnen. Zukunftsforscher Mag. Andreas Reiter prognostizierte, dass im Jahr 2020 bereits 20 Prozent der Bevölkerung über 80 Jahre alt sein werden: "Diese Entwicklung stellt uns wohnbaupolitisch vor neue Herausforderungen. Die verschiedenen Wohnformen wie ’Service Wohnen’, ’Betreutes Wohnen’, ’Mehr Generationen Wohnen’ und ’Gemeinschafts-Wohnen’ setzen bereits in der Planung flexible Grundrisse voraus: Die Immobilie muss mobil werden!" Das entspricht auch dem zunehmenden Mobilitätsdenken der Menschen, unabhängig vom Alter. Mittlerweile zieht auch jeder zweite Mieter über 55 Jahre noch einmal um.

Primarius Univ.-Prof. Dr. Christoph Gisinger vom Haus der Barmherzigkeit machte auf ein bekanntes, aber gerne verdrängtes Phänomen aufmerksam: "Wir werden alle älter, und keiner kennt seinen zukünftigen Gesundheitszustand. Trotzdem wird auch im Neubaubereich zu wenig auf Barrierefreiheit (Türschwellen), Rollstuhlradien und die Ausbaubarkeit normaler Bäder zu behindertengerechten Bädern geachtet." LAbg. Georg Fuchs sieht genau hier Anpassungsbedarf bei der Wiener Bauordnung: "Die Wiener Bauordnung muss sich mehr an den Bedürfnissen der älteren Generation orientieren!" Architekt DI Kurt Schlachter ergänzte, dass barrierefreies Wohnen aber nicht nur den älteren Menschen helfe. Auch die jüngere Generation täte sich beispielsweise mit dem Kinderwagen leichter. Im Falle von Verletzungen können Barrieren zu unüberwindlichen Hindernissen werden.

LAbg. Georg Fuchs abschließend: "Nach wie vor möchten die älteren Menschen so lange als möglich daheim bleiben. Unser Ziel muss es sein, dass fitte ältere den nicht so fitten älteren Menschen helfen. Aber auch in Seniorenheimen sollten wir neue Ansätze, wie zum Beispiel eine Eigentumsbildung, andenken."

Rückfragen & Kontakt:

ÖVP-Klub der Bundeshauptstadt Wien
Tel.: (++43-1) 4000 / 81 913
Fax: (++43-1) 4000 / 99 819 60
presse@oevp.wien.at

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | VPR0002