Brennholz im AKNÖ-Test: Preisunterschiede betragen bis zu 112 Prozent!

Wien (AKNÖ) – Der lange kalte Winter zwingt viele Konsumenten dazu, Brennholz nachzukaufen. Die Konsumentenschützer der NÖ Arbeiterkammer haben in den letzten Tagen in niederösterreichischen Baumärkten das Angebot getestet. Konkret wurde der Feuchtigkeitsgehalt gemessen und die Preise erhoben. Fazit: Das Holz ist großteils richtig deklariert. Es gibt jedoch große Preisunterschiede! AKNÖ-Präsident Josef Staudinger empfiehlt, unbedingt die Preise zu vergleichen.

Die Konsumentenschützer der AKNÖ haben aufgrund von zahlreichen Konsumentenanfragen bei 26 Holzhändlern und Baumärkten in Niederösterreich das Brennholz-Angebot getestet. Konkret ging es darum zu prüfen, ob das „ofenfertige“ Holz auch tatsächlich trocken ist. Setzt ein hoher Feuchtigkeitsgehalt den Brennwert doch stark herab – billiges, aber nasses Holz kann also den Konsumenten sehr teuer kommen.

Die Tester der AKNÖ nahmen insgesamt 50 Proben und unterzogen diese jeweils 10 Einzelmessungen.

Ergebnisse der Erhebung

Durchwegs zufriedenstellend war die Deklaration bei ofenfertigem Holz. Lediglich bei halbtrockenem Holz kam es ebenso wie bei in Säcken oder Kisten fertig abgepacktem Holz zu Abweichungen bei den Feuchtigkeitswerten. Ing. Werner Krisch, Konsumentenschützer der NÖ Arbeiterkammer, vermutet daher, dass gerade bei Säcken und Kisten mitunter feuchtes Holz beigemischt wird, um das angegebene Gewicht leichter zu erreichen.

Genau untersucht wurden die Preise für ofenfertiges, halbtrockenes und frisches und zu 15 kg-Einheiten verpacktes Holz (Preise hochgerechnet auf einen Raummeter):

Ofenfertig 40,92 bis 87 Euro 112,61 % Preisdifferenz Halbtrocken 48,90 bis 57,40 Euro 17,38 % Preisdifferenz Frisch 54,90 Verpackt á 15 kg 123,84 bis 178,20 Euro 43,90 % Preisdifferenz

Bewertung der Holzfeuchte

Ofenfertig Holzfeuchte niedriger als 20 % Halbtrocken Holzfeuchte von 20 – 35 % Frisch Holzfeuchte größer als 35 %

Feuchtes Holz verursacht Versottung des Kamins

Auch Billigimporte aus den nördlichen bzw. östlichen Nachbarländern wurden stichprobenartig in die Untersuchung einbezogen. Diesem Holz stellen die Tester allerdings ein schlechtes Urteil aus. Denn häufig ist dieses billige Holz falsch deklariert. Statt ofenfertigem Holz kauft der Verbraucher halbtrockenes, das heißt feuchtes Holz. Das kommt den Konsumenten in weiterer Folge teurer zu stehen. Zum einen benötigt er um ca. 50 Prozent mehr Brennstoff als bei trockenem Holz, um den gleichen Heizwert zu erreichen. Zum anderen führt die Verwendung von nassem Holz zur Versottung des Kamins. Durch die Verunreinigung des Kessels kommt es für den Konsumenten durch erhöhten Mehrverbrauch auf Grund des schlechten Wirkungsgrades zu Mehrkosten.

Die Tipps der Konsumentenschützer:

· Kaufen Sie jetzt Brennstoffe und verheizen Sie diese erst in der nächsten Heizperiode. · Erst zwei Jahre richtig gelagertes Holz gilt als ordnungsgemäß getrocknet. · Ein Preisvergleich zahlt sich auf alle Fälle aus.

Nähere Informationen: www.noe.arbeiterkammer.at

Rückfragen & Kontakt:

AKNÖ Konsumentenberatung, Ing. Werner Krisch
Tel.: (01) 58883-1318
konsumentenberatung@aknoe.at
http://noe.arbeiterkammer.at

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | AKN0001