"Treffpunkt Kultur" am 8. März in ORF 2

Andrea Eckert, Bernhard Ludwig und Josef Hader live im Studio

Wien (OTS) - Barbara Rett präsentiert in "Treffpunkt Kultur" am Montag, dem 8. März 2004, um 22.30 Uhr in ORF 2 u. a. folgende Themen:

Prunk-Voll: Palais in Wien: Neuer Prunk in historischem Gemäuer

Peter Pühringer aus der ehemaligen DDR ist ein tüchtiger Geschäftsmann. An die 80 Millionen Euro investierte er, um das Wiener Palais Coburg aus seinem Dornröschenschlaf zu wecken. Nun bietet das Luxushotel dem Geschäftsreisenden von Welt jede erdenkliche High-Tech-Verbindung ins globale Dorf: 56 Kilometer Glasfaserkabel wurden in dem Prunkbau aus dem 19. Jahrhundert verlegt. Es sind Wiener Palais, die der Stadt ihre imperiale Anmutung verleihen. Nicht mehr Prinzen und Fürsten, sondern Banken, Hotelketten und Investorengruppen sind heute die Eigner. Oder ein Immobilien-Tycoon wie "Big" Karl Wlaschek. Allein in Wien besitzt die Wlaschek-Stiftung acht Palais. "Treffpunkt Kultur" zeigt, wie die neuen Eigentümer die Prachtbauten mehr oder weniger erfolgreich in die neuen Zeiten führen.

Hunds-Tage: Kulturkampf um Bello: Aktionswochen im Wiener Augarten

Er füllt wöchentliche Zeitungskolumnen und so manche Sandkiste auf Kinderspielplätzen. Er erzielt in großen Teilen der Bevölkerung weitaus höhere Sympathiewerte als Kleinkinder, wird aber von anderen mit aller Inbrunst gehasst. Kaum eine Stadt beschäftigt sich emotionaler mit des Menschen bestem Freund - also mit dem Hund - als Wien. Grund genug, für den Aktionsradius Augarten, nicht erst auf den August zu warten, sondern schon im März "Hundstage" auszurufen. Da wird vom Hund designter Schmuck (zerbissene Knochen, in Gold gefasst) präsentiert, da liest Roland Neuwirth aus seiner Kläfforette "Hunz!", die er einst als Antwort auf "Cats" verfasste. "Treffpunkt Kultur" geht dem tierischen Abhängigkeitsverhältnis zwischen Hund und Herrl kulturgeschichtlich auf den Grund. Zu Wort kommen Hundehasser wie -Liebhaber, auf dem Programm steht auch ein Besuch bei einem Hundebegräbnis.

Straf-Raum: "Eisen" - Andrea Eckert in neuem Stück und live im Studio

Die Frau in mittleren Jahren glaubt, auf der Bühne vor sich ihr eigenes Schicksal ablaufen zu sehen. Andrea Eckert ist ihr theatralisches Alter Ego, das da auf kargem Bühnengrund mit Emotionen ringt. Ein Tisch, eine Pritsche, zwei Stühle - das ist die ganze Dekoration. Opulenter ist auch der Zuschauerraum nicht: Das Wiener Volkstheater gastiert mit Rona Munros Drama "Eisen" im Frauengefängnis Schwarzau. Um präziser zu sein: Es ist dies die deutschsprachige Erstaufführung des in London gefeierten Stücks -Gefangene bekommen das Schicksal Gefangener vorgeführt. Andrea Eckert spielt eine zu lebenslanger Haft Verurteilte, die zum ersten Mal nach 15 Jahren Besuch von ihrer Tochter Fay bekommt. Reguläre Premiere im Volkstheater ist am 7. März; Regie führt Arie Zinger, der Andrea Eckert schon zu ihrem Triumph als Maria Callas in "Meisterklasse" führte. "Treffpunkt Kultur" berichtet über die außergewöhnliche Produktion, Andrea Eckert ist live zu Gast im Studio.

Sex & Tod: "Invasion der Barbaren": Bernhard Ludwig und Josef Hader über den "Oscar"-gekrönten Film

Sie protzten und schwadronierten - über Sex und Sünde, über Abenteuerliches in der Horizontalen. Schließlich liefen sie auf den eigenen Lebenslügen auf. 17 Jahre später kommen sie wieder zusammen -um von einem von ihnen ultimativ Abschied zu nehmen. Mit "Der Untergang des amerikanischen Imperiums" schuf der kanadische Regisseur Deny Arcand 1986 ein Satyrspiel, eine Farce auf die Umbrüche der Zeit. Nun vereinigte er sechs seiner Hauptdarsteller noch einmal: "Die Invasion der Barbaren" handelt vom Sterben eines Geschichteprofessors und ist einmal mehr Sittenbild einer Generation. Zwei Goldene Palmen in Cannes, drei Césars in Frankreich und den Auslands-Oscar in Hollywood - das ist Arcands vorläufige Erfolgsbilanz für sein Meisterwerk. Zwei österreichische Sachverständige für die zentralen Themen des Films haben den Streifen bereits vor seinem Kinostart gesehen: Bernhard Ludwig, Seminarkabarettist in Sachen Sex, und Josef Hader, dessen rabenschwarzer Erfolgsfilm "Indien" sich ebenfalls mit dem Sterben auseinander setzte. In "Treffpunkt Kultur" diskutieren die beiden ihre Sicht auf "Invasion der Barbaren".

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