"Vorarlberger Nachrichten" Kommentar: "Fiedler muss gehen" (Von Johannes Huber)

Ausgabe vom 05.03.2004

Wien (OTS) - Ob Franz Fiedler nun Bundespräsidentschaftskandidat wird oder nicht - als Rechnungshofpräsident ist er untragbar geworden. Da ist er schon zu weit gegangen: Dass der oberste Kontrolleur erklärt, er sei bereit, gegen eine Parteienvertreterin (Benita Ferrero-Waldner) und einen Parteienvertreter (Heinz Fischer) anzutreten, genügt; auch wenn er weiterhin behaupten wird, dass er nach wie vor unabhängig sei, hat er sich damit bereits in einen parteipolitischen Wettstreit hineinbegeben.

Bedauerlicherweise? Franz Fiedler ist bisher ein ausgezeichneter Rechnungshofpräsident gewesen. Mit der Art und Weise, wie er seine Kandidatur für das höchste Amt im Staat nun vorbereitet, stellt er sich aber ein denkbar schlechtes Zeugnis aus: Erst lässt er Gott und die Welt darüber rätseln, wer hinter ihm steht. Jörg Haider (bzw. die FPÖ)? Irgendwelche Industrielle (die vielleicht auch eine Homepage finanzieren)? Dann fordert er einen gewissen Franz Burkert auf, ein Unterstützungskomitee zu leiten. Wobei dieser Herr zusagt, wenig später aber zugeben muss, dass auch er nicht weiß, wer die Millionen, die für einen Wahlkampf nun einmal notwendig sind, beisteuern wird. Dubios, dubios.

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