ÖAMTC fordert verpflichtenden Einbau von Partikelfiltern für Schwerfahrzeuge

Für den Club ist staatliche Förderung für Pkw-Partikelfilter ein Muss

Wien (ÖAMTC-Presse) - Für schlechte Luftqualität kann nicht der Pkw-Verkehr allein verantwortlich gemacht werden. Ist doch der Lkw-Verkehr einer der Mitverursacher beim Partikelausstoß und Feinstaub. Immerhin geht die Hälfte der Emissionen im Straßenverkehr mit 3.000 Tonnen Partikeln jährlich gleichermaßen auf das Konto des Schwer- und Pkw-Verkehrs. In Summe sind es 29.000 Tonnen, die die österreichische Luft belasten, davon entfallen zwei Drittel auf Industrie und Hausbrand. Um den Anteil des durch den Straßenverkehr verursachten Partikel-Ausstoßes von jährlich 6.000 Tonnen zu senken, fordert der ÖAMTC den verpflichtenden Einbau von Partikelfiltern in alle Schwerfahrzeuge.

Die Forderungen nach den serienmäßigen Einbau von Partikelfiltern in Pkw darf nicht von der Problematik Partikelausstoß durch den Schwerverkehr ablenken. Durch den Einbau von Partikelfiltern können Ruß-Emissionen auf nahezu Null abgesenkt werden. Das gilt nicht nur für Pkw sondern auch für Lkw.

Die Experten des ÖAMTC sehen allerdings die Politik gefordert, rasch eine Partikelfilter-Pflicht für Lkw einzuführen und Käufer von Pkw-Dieselfahrzeugen zu belohnen, die auf die neueste Abgastechnologie umsteigen. "Ähnlich wie bei der Einführung des Katalysators sollten auch diesmal die Mehrkosten für jene, die sich freiwillig für den Partikelfilter beim Pkw-Kauf entscheiden, durch eine Förderung abgegolten werden", sagt ÖAMTC-Verkehrswirtschaftsexpertin Elisabeth Brugger-Brandau.

Für den Club ist in diesem Zusammenhang eine Absenkung der NoVA (Normverbrauchsabgabe) aber auch eine Bonuszahlung bar auf die Hand vorstellbar. Geld für eine solche Förderung ist genug da. Allein durch die seit Jahresanfang erhöhte Mineralölsteuer für schwefelfreien Dieselkraftstoff sind Mehreinnahmen von mindestens 100 Millionen Euro zu erwarten. Die von Vizekanzler und Infrastrukturminister Hubert Gorbach vorgeschlagene Ökologisierung der Kfz-Steuer ist für die Verkehrswirtschaftsexpertin des Clubs jedenfalls ebenso ein denkbarer Lösungsansatz. Voraussetzung, welches Modell auch immer für die Partikelfilterförderung herangezogen wird, ist jedenfalls, dass es unter dem Strich zu keinerlei Mehrbelastungen für die Autofahrer kommen darf.

Club initiiert Partikelfilter-Förderungsmodell für Pkw

Bis zur Einführung einer staatlichen Förderung startet der ÖAMTC gemeinsam mit Raiffeisen-Leasing eine eigene Förderungsaktion als Anreiz zum Kauf von Dieselfahrzeugen mit modernen Abgasreinigungsanlagen. Ab sofort ersparen sich alle, die ihr Dieselfahrzeug mit Partikelfilter durch ÖAMTC-Leasing finanzieren, 300 Euro. Diese Ersparnis gibt es beim Kauf eines Neuwagens ebenso wie beim Kauf eines Gebrauchtfahrzeuges mit Partikelfilter. Aber auch beim nachträglichen Einbau eines Partikelfilters in ein Fahrzeug, das durch einen ÖAMTC-Leasing-Vertrag finanziert worden ist, kann man 300 Euro Ersparnis lukrieren.

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ÖAMTC-Pressestelle/Michael Holzinger

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