Keck: Walch schickt Nacht- und Schwerarbeiter in den Tod am Arbeitsplatz

Herr Walch, beenden sie das Beobachten, handeln sie!

Wien (SK) "Als eine an Skurrilität kaum zu übertreffende Falschmeldung" bezeichnete der Linzer SPÖ-Abgeordnete Dietmar Keck jene Pressemitteilung, die heute vom stellvertretenden FPÖ-Vorsitzenden Max Walch veröffentlicht wurde. Walch, ein freiheitlicher Multifunktionär, der neben seinen Partei- und Abgeordnetenfunktionen auch als Spitzenkandidat der blauen Arbeitnehmer bei der AK-Wahl fungiert, hatte darin eine Beobachtungsstudie des Sozialministeriums in Sachen Nacht- und Schwerarbeit beschrieben, und behauptet, es würde nunmehr eine "FPÖ-Idee" umgesetzt. "Die FPÖ scheint also das akute Ungerechtigkeitsproblem in Sachen Nacht- und Schwerarbeit noch immer nicht erkannt zu haben, und beschränkt sich immer noch auf aufschieben und beobachten", konstatierte Keck am Dienstag gegenüber dem SPÖ-Pressedienst. ****

Auffallend ist auch, dass sich Walch erneut für einen Pensionsantritt mit 60 Jahren für Nacht- und Schwerarbeiter ausspricht. Er ignoriert damit völlig, dass die durchschnittliche Lebenserwartung gerade in diesem Segment mit rund 63 Jahren äußerst niedrig ist, und stellt vor allem all jenen, die in der unausgegorenen und den realen Arbeitsverhältnissen wenig angepassten Regelung keinen Platz finden, einen Tod am Arbeitsplatz in Aussicht.

Tatsache ist, dass der Linzer Nationalratsabgeordnete Dietmar Keck bisher der einzige war, der eine Lösung für diesen Schwarz/Blauen Missstand, an dem sich Walch hauptverantwortlich zeigt, vorgelegt hat. Mit einem parlamentarischen Entschließungsantrag forderte er die simple Erweiterung des bereits bestehenden NSchG (Nacht- und Schwerarbeitergesetztes), um in Zukunft auch jene, die "nur" Nacht-oder Schwerarbeit verrichten, aber dennoch von gesundheitlicher und psychischer Belastung betroffen sind, von allen, bereits heute im Gesetz verankerten, Bedingungen profitieren zu lassen.

Keck dazu: "Wenn Walch von Hackler- oder FPÖ-Schwerarbeiterregelungen spricht, dann trägt er damit ausschließlich zur Vertuschung der Untätigkeit der FPÖ bei. Wieso er einer NSchG-Erweiterung nicht zustimmen kann, ist mir unverständlich, dabei müssten gerade ihm einfache Lösungen wie diese verständlich sein", so Keck.

Als weltfremd und abgehoben bezeichnet Keck zum Schluss auch die Anmerkungen Walchs, wonach kleine Gruppen innerhalb der Gewerkschaft nichts bewirken könnten. Keck dazu: "Wesentlich ist nicht die Größe der Gruppe, sondern ihr Sprachrohr. Walch müsste wissen, dass ihm und seiner Partei nach ihren zahlreichen Umfallern keine Glaubwürdigkeit mehr zugeschrieben wird." (Schluss) up/mp

Rückfragehinweis: Markus Benedik, Büro NR Dietmar Keck markus.benedik@spoe.at , 0732/6585-9061 od. 0650/377 1 388

Rückfragen & Kontakt:

Pressedienst der SPÖ
Tel.: (++43-1) 53427-275
http://www.spoe.at

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | SPK0030