Kukacka: Arbeitsgespräch mit AUA-Vorstand zur Stärkung des österreichischen Luftverkehrs

Wien, 02. März 2004 (OTS) In einem Arbeitsgespräch mit dem Vorstand der Austrian–Airlines-Group unter Vorsitz von Vagn Sörensen und AUA-Aufsichtsratchef DI Rainer Wieltsch (ÖIAG) informierte sich heute, Dienstag, Verkehrsstaatssekretär Mag. Helmut Kukacka über die derzeitige Situation in der internationalen Luftfahrt, wobei gemeinsame Strategien zur Stärkung der Position der österreichischen Luftverkehrswirtschaft im europäischen Wettbewerb diskutiert wurden. Kukacka wies darauf hin, dass ein starker Wirtschaftsstandort eine effiziente und leistungsfähige Luftverkehrswirtschaft benötige. Ziel der österreichischen Luftfahrtpolitik sei es, Rahmenbedingungen zu schaffen, damit auch kleine Airlines in der EU ihre Geschäftsfelder beibehalten und ausbauen könnten. ****

Vagn Sörensen wies in dem Zusammenhang darauf hin, dass es der Austrian-Group gelungen sei, ihre Kompetenz in West-Ost-Transfer und ihre starke Position am Heimatflughafen Wien auszubauen. Derzeit fliege die Austrian-Group mit ihren Maschinen 124 Destinationen in 64 Länder und 5 Kontinenten an. Insbesondere ihre konsequente Marktstrategie in Ost- und Zentraleuropa zeige bereits deutliche Erfolge. So werden 87 Prozent des gesamten internationalen Flugverkehrs Ost-Europas und in die GUS über die 28, durch Flugzeuge der AUA Group bedienten Destinationen abgewickelt. Damit habe sich die AUA insbesondere als erfolgreicher Nischen-Carrier in diesem regionalen Marktbereich positioniert.

Kukacka informierte den AUA-Vorstand auch über sein gestriges Gespräch mit dem slowakischen Staatssekretär Jan Kotula, bei dem auch über zukünftige Kooperationen und Beteiligungen zwischen den beiden Flughäfen Wien - Bratislava und der AUA und auch über allfällige gemeinsame Betriebssysteme gesprochen wurde. Kukacka betonte, dass die Bundesregierung großes wirtschaftliches Interesse an einer künftigen Zusammenarbeit zwischen den beiden Flughäfen habe, wobei er darauf hinwies, dass der Flughafen Bratislava im nächsten Jahr in eine Kapitalgesellschaft umgewandelt werde und die Slowakei Interesse an einer wirtschaftlichen 33 % Beteiligung auch österreichischer Investoren habe. Die AUA werde übrigens ab 1. Mai dieses Jahres ein- bis zwei Flugzeuge ihrer Flotte in Bratislava stationieren und von dort die Destinationen Brüssel, London und Paris anfliegen.

Die Gespräche mit der Slowakei über allfällige zukünftige Kooperationen oder Beteiligungen am Flughafen Bratislava werden jedenfalls weitergeführt. Weiters wurde die entsprechende Zusammenarbeit für die Verhandlungen über Luftverkehrsrechte für Drittstaaten in Osteuropa und dem Arabischen Raum vereinbart.

Abschließend verwies Kukacka darauf, dass die positive Entwicklung des Luftverkehrs in Österreich auch einen umfassenden Nutzen für den Wirtschaftsstandort habe. Durch die weltweite wirtschaftliche Verflechtung würden sich multinationale Konzerne dort ansiedeln, wo eine entsprechende direkte Luftverkehrsverbindungen existiert. Man sei sich auch einig darüber, dass mit der EU-Erweiterung der Standort Wien künftig stärker in Konkurrenz mit kostengünstigeren Flughafenstandorten treten werde. Deshalb müssten alle wirtschaftlichen und politischen Maßnahmen gesetzt werden, um der österreichische Luftverkehrswirtschaft entsprechende wettbewerbsfähige Rahmenbedingungen zur Verfügung stellen zu können, schloss Kukacka.

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