FPÖ-Alsergrund/Amhof: Droht dem Wagner-Jauregg-Hof die Umbenennung?

Bezirksvorsteherin Malyar läßt sich von den Grünen links überholen

Wien, 02-03-2004 (fpd) - Nachdem in der Alsergrunder Bezirksvertretung der SP-Antrag auf Anbringung einer Zusatztafel im Wagner-Jauregg-Hof, welche die neuesten Erkenntnisse der Historikerkommission zum ideologischen Umfeld Wagner-Jaureggs "volksbildnerisch erklären" soll, mit den Stimmen von SP,VP und Grünen angenommen wurde, steht auf Wunsch der Grünen auch seine Umbenennung bereits im Raum.

Soll die Historikerkommission präjudiziert werden?

Da die Historikerkommission aber mitten in ihrer Arbeit ist und vielleicht noch länger tagen wird, um unter anderem auch den Nachlaß von Josef Gerstmann, der Wagner-Jauregg eher entlastet als belastet, zu prüfen, sind für das Vorpreschen der Alsergrunder Sozialdemokraten nur zwei Motive denkbar: Sie will das Ergebnis der Historikerkommission entweder vorwegnehmen oder scheint es bereits zu kennen. Die letztere Vermutung liegt insofern nahe, da der Leiter des DÖW, Dr. Neugebauer, dessen Institut "linke Wühlarbeit mit einem Gemisch aus Lüge, Fälschung und Denunziation" betreibt, in der Historikerkommission sitzt.

Doppeltes Pech für Wagner-Jauregg

Dr. Julius Wagner-Jauregg, dem kein Verbrechen vorgeworfen werden kann, hatte somit Pech im doppelten Sinn: Einerseits verstarb er zum falschen Zeitpunkt, da er vor 1938 beziehungsweise nach 1945 gleichfalls mit einem Ehrengrab der Stadt Wien bedacht worden jedoch danach nicht in den engen zeitlichen Prüfrahmen der Historikerkommission gefallen wäre. Andererseits muß er sich posthum eine von der roten Rathausmehrheit bestellte Prüfung unter dem gestrengen Auge Dr. Neugebauers gefallen lassen, die wegen ihrer politisch-korrekten Ausrichtung gezielt einzelne Aspekte aus dem sicherlich vielschichtigem Leben Wagner-Jaureggs aufgreift und so eine Gesamtbeurteilung gar nicht zuläßt.

Schluß: Bilderstürmerei darf niemals salonfähig werden!

Bilder -und Denkmalstürmerei wie die posthume Aberkennung von Ehrungen oder die Umbenennung von öffentlichen Plätzen und Bauten, beziehungsweise das Anbringen von Zusatztafeln als Vorstufe einer solchen, sind üblicherweise das Markenzeichen totalitärer Regime und werden von den Alsergrunder Freiheitlichen auch dann entschieden abgelehnt werden, wenn es nächstens gegen den Sozialisten Dr. Julius Tandler geht, betonte Klubobmann Gregor Amhof gestern. (Schluß)

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