Sallmutter zu GÖD-Neugebauer: Wo blieben Qualität und Weitblick für die ASVG-Versicherten?

Neugebauer nimmt offenbar seine eigenen Beschlüsse nicht ernst

Wien (OTS) - Wien (GPA). "Wenn der Vorsitzende der Gewerkschaft Öffentlicher Dienst, Fritz Neugebauer, bei Pensionsmaßnahmen richtigerweise Weitblick und Verantwortungsbewusstsein einfordert, dann frag ich mich, wo diese Qualitätskriterien bei den massiven Pensionskürzungen für die ASVG-Versicherten geblieben sind. Hätte Kollege Neugebauer bei den Maßnahmen im ASVG-Bereich die gleichen Maßstäbe angelegt, hätte er im Parlament niemals der Pensionsreform seine Zustimmung geben dürfen", kritisiert der Vorsitzende der Gewerkschaft der Privatangestellten(GPA) Hans Sallmutter die jüngsten Äußerungen des GÖD-Vorsitzenden.++++

"Kollege Neugebauer sollte auch bedenken, dass er innerhalb der GÖD nicht nur die Interessen von Beamten sondern auch jene von immer zahlreicher werdenden ASVG-Versicherten im Öffentlichen Dienst zu vertreten hat, die zu Recht eine faire und gleiche Behandlung einfordern. Kollege Neugebauer war es auch, der gemeinsam mit anderen Abgeordneten im vergangenen Juni den Antrag für eine rasche Harmonisierung der Pensionssysteme noch im Jahr 2003 eingebracht hat. Man sollte mit Beschlüssen des obersten Souveräns des Staates nicht leichtfertig und schlampig umgehen. Oder nimmt Neugebauer seine eigenen Beschlüsse nicht ernst? Dem Ansehen der Politik insgesamt erweist man dadurch keinen guten Dienst. Was das von der ÖVP ins Treffen geführte Kostenargument betrifft, so kann ich dem Regierungsberater Bernd Marin nur zustimmen. Ein Land, das sich sündteure Abfangjäger leisten kann, muss auch genügend Geld für die Umsetzung eines sozialpolitischen Meilensteines haben", schließt Sallmutter.

ÖGB 2. März
2004
Nr. 118

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