Schiffahrtsunternehmungen II / Wasserstraße Donau - Verlässlichkeit der Schiffahrt muss ganzjährig gesichert sein

und somit als wirkliche Alternative zur Straße entlastend wirken

Wien (OTS) - Die Donau verfügt als ökologischer Verkehrsträger über das größte Wachstumspotential. Derzeit ist die Donau nur zu rund 10% ausgelastet. Um zukünftige Verkehrsentwicklungen zu bewältigen, wurde die Donau seitens des Bundesministeriums für Verkehr, Innovation und Technologie nun erstmals in Förderprogramme aufgenommen.

Der Flusslauf der Donau tieft sich wie jeder Fluss im Laufe der Zeit natürlich ein. Für den Nationalpark Donauauen östlich von Wien bedeutet dies die an sich natürliche Abkoppelung vom Grundwasserstrom der Donau. Man will jedoch die derzeitige Gewässerstruktur in den Donauauen einfrieren. Dazu sind Stabilisierungsmaßnahmen in der Donau östlich von Wien erforderlich.

Das BMVIT entwickelt dazu seit 1995 ein generelles Projekt östlich von Wien, das die Auswirkungen dieser Stabilisierung (Grobgeschiebezugabe) auf die Schiffahrt - und dies im Einklang mit der Ökologie - minimiert. Damit die Schiffahrt zur wirklichen Alternative zum Transport auf der Straße wird, muß sie verlässlich sein. Dies kann nur sichergestellt werden, wenn der Schiffahrt das gesamte Jahr über eine Abladetiefe von 25 dm zur Verfügung steht. Durch die Wahl der Stabilisierung ist ein Flottwasser von 3 dm erforderlich, was unter Zurechnung einer Bewegungssicherheit des Schiffes von ca. 2 dm zu einem Mindestfahrwasser von ca. 30 dm führt. Dieses Fahrwasser muss auch bei Niederwasser zur Verfügung stehen, damit die Schiffe ihre Ladung wirtschaftlich und sicher transportieren können.

Die Diskussionen in diesem Zusammenhang in einzelnen Dezimetern zu führen, führt an der natürlichen Dynamik der Donau vorbei. Die Sohle der Donau verändert sich nämlich von selbst bei Hochwasser durchaus auch um 1 m und mehr.

Verkehrspolitische Maßnahmen zur Förderung des Verkehrsweges Donau müssen als Mindesterfordernis die Fahrwassertiefe in Höhe von ca. 30 dm sicherstellen.

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Dipl.-Ing. Wolfram Mosser,
Vorsitzender der Fachvertretung der Schiffahrtsunternehmungen
Wirtschaftskammer Niederösterreich
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