Kabas, Strache kündigen Dringliche Anfrage zur Causa Sofiensäle an

Seit drei Jahren sieht die SPÖ dem Verfall ohne Konsequenz zu

Wien, 02.03.04 (fpd) - Eine Dringliche Anfrage zur Causa Sofiensäle in der morgen stattfindenden Sitzung des Gemeinderates kündigten heute der Wiener FP-Obmann Mag. Hilmar Kabas sowie FP-Obmann-Stellvertreter Heinz-Christian Strache an. ****

Die Bürgermeisterpartei habe sich seit dem verheerenden Brand im August 2001 mitschuldig gemacht, dass die architekturhistorisch wertvollen Sofiensäle heute einer Ruine gleiche. Spätestens seit November 2002, als das Bundesdenkmalamt einen von der Sofiensäle AG ignorierten Bescheid erließ, dass die denkmalgeschützte Bausubstanz gegen Niederschlagswasser zu schützen ist, hätte die Stadt Wien mit Geldstrafen auf die provokante Untätigkeit reagieren können und müssen. Das habe die SPÖ, fahrlässig oder bewusst, verabsäumt, so dass wieder eineinhalb Jahre mit anwachsenden Schäden an der Bausubstanz der Sofiensäle ins Land gegangen sind, so Strache.

Angesichts dieser Tatsachen klinge die Aussage von Bürgermeister Häupl, "dass die Stadt größtmögliches Interesse an der Erhaltung des historischen Ballsaales hat", wie Hohn in den Ohren jener, die sich für die Erhaltung historisch wertvoller Gebäude in Wien einsetzen.

Stadt wirkt an der Schaffung vollendeter Tatsachen mit

Die Haltung Häupls vermittle vielmehr den Eindruck, dass die Wiener SPÖ dem Besitzer der Sofiensäle, der schon den Komplettabriss des Gebäudes beantragt hat, in die Hand arbeite und an der Schaffung vollendeter Tatsachen durch Untätigkeit mitwirke.

Erst jetzt werde mit der Androhung der Ersatzvornahme für den Schutz der denkmalgeschützten Bausubstanz Druck gemacht, nachdem seit bald drei Jahren "Gefahr im Verzug" vorliege. Doch selbst jetzt müsse darauf geachtet werden, ob Bürgermeister Häupl den vollmundigen Ankündigungen auch tatsächlich Taten folgen lassen oder aber der Geschichte der Vorschubleistung für den Verfall der Sofiensäle ein weiteres trauriges Kapitel hinzugefügt wird.

Denkmalzerstörung hat Methode im roten Wien

Die Linie der SPÖ in Sachen Denkmalzerstörung habe eindeutig Methode. Der annähernde Komplettabriss der Meierei im Stadtpark, das von den Freiheitlichen mit Hilfe der UNESCO vereitelte Monsterprojekt am Bahnhof Wien-Mitte, das Wüten der Abrissbirnen am Schlachthof St. Marx oder der jüngst von FPÖ und betroffenen Bürgern verhinderte weitere Verschandelung des Arsenals durch einen Bürokomplex - die Zahl der gezielten Denkmalzerstörung durch die Wiener SPÖ ist Legion.

Darum sei es für die Bundeshauptstadt im höchsten Maße notwendig, dass die Allmacht der SPÖ bei den nächsten Gemeinderatswahlen gebrochen werde. Das Fuhrwerken der Bürgermeisterpartei zu Gunsten von Bauträgern und Immobilienbesitzern in ihrem Dunstkreis und zu Lasten des historischen Erbes der Stadt müsse rasch beendet werden, forderte Strache abschließend. (Schluß) am

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