Neuer Februar-Höchststand seit 50 Jahren bei Arbeitslosen in NÖ

11.192 Jugendliche ohne Arbeit oder in Schulung

Wien (OTS) - 53.280 Arbeitslose in Niederösterreich bedeuten den höchsten Februarwert seit 1954, geht aus den heute veröffentlichten AMS-Zahlen hervor. Hinter Wien (+9,9%) und Vorarlberg (+8,5%) belegt Niederösterreich mit plus 3,0 % den dritten Platz unter den Bundesländern mit steigenden Arbeitslosenzahlen. "Es gibt keine Wirtschaftspolitik, die Niederösterreich aus dem Beschäftigungsdilemma herausholt", kritisierte AKNÖ-Präsident Josef Staudinger die anhaltend schlechte Lage am Arbeitsmarkt.

Während die Arbeitslosigkeit von Männern um 1,6 % angestiegen ist, schnellte sie bei Frauen um 5,6 % im Vergleich zum Vorjahresmonat in die Höhe. Schneller stieg die Frauenarbeitslosigkeit nur in Wien (+11,0) und Vorarlberg (+12,8 %).
Immer schlechter wird auch die Lage für junge Arbeitnehmer unter 24 Jahre: 11.192 Jugendliche sind arbeitslos (8.499) oder in Schulungen (2.693). Das AMS Niederösterreich hat die Schulungen im Februar für Jugendliche um 22,9 % ausgeweitet. 2.693 junge Arbeitsuchende bis 24 Jahren besuchen derzeit einen AMS-Kurs. Josef Staudinger: "Es ist ja gut und richtig, dass viele Jugendliche besser qualifiziert werden, noch besser wäre es, wenn sie Arbeit hätten."

Immer weniger Lehrstellen Für angehende Lehrlinge wird es auch immer schwieriger, einen Lehrplatz zu finden: Für 784 Pflichtschulabsolventen gibt es nur noch 312 offene Lehrstellen. Im Februar 2003 gab es noch 405 offene Lehrstellen für 796 Lehrstellensuchende. AKNÖ-Arbeitsmarktexperte Marc Pointecker: "Das Lehrstellenangebot ist in Niederösterreich um 23 Prozent gesunken, österreichweit nur um 16 Prozent, Niederösterreich verliert mehr und schneller den Facharbeiternachwuchs als andere Bundesländer." Und rund 3.000 Lehrlinge müssen überhaupt zu einer Lehrstelle nach Wien auspendeln. Den stärksten Zuwachs an Arbeitslosen verzeichnen die Arbeitsmarktbezirke Hollabrunn (+11,9), Berndorf-St. Veit (+11,4) und Mistelbach (+7,0 Prozent). Die Frauenarbeitslosigkeit stieg in diesen drei Bezirken überproportional um 30,3; 19,4 und 13,6 Prozent.

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