Gute Zukunftsperspektiven für Kärntens Lehrlinge

LH Haider: Zunahme bei offenen Lehrstellen und weniger Lehrstellensuchende in Kärnten - Überbetriebliche Lehrwerkstätte in Lendorf vorgestellt

Klagenfurt (LPD) - Die ausgezeichnete Entwicklung am Kärntner Lehrstellenmarkt strich heute, Dienstag, Landeshauptmann Jörg Haider in Lendorf bei Spittal hervor. Dort wurde mit einer geplanten überbetrieblichen Lehrwerkstätte ein weiterer wichtiger Baustein zum umfassenden Programm der Kärntner Lehrlingsoffensive vorgestellt. 28 Lehrlingen soll durch die Hand-in-Hand-Werker GmbH. eine branchenübergreifende Zusatzausbildung geboten werden.

Laut den Arbeitsmarktdaten vom Februar habe die Zahl an Lehrstellensuchenden um 8,4 Prozent abgenommen, während jene der offenen Lehrstellen um 24,9 Prozent gestiegen sei, betonte Haider. Im Österreichschnitt hingegen sei die Entwicklung gegenteilig: Hier habe die Zahl der Lehrstellensuchenden um 4,8 Prozent zugenommen, während es im Vorjahresvergleich um 16,3 Prozent weniger offene Lehrstellen gebe. Haider führt den positiven Trend in Kärnten auf die Lehrlings-und Jugendbeschäftigungsoffensive des Landes und des Arbeitsmarktservice zurück. Außerdem sollen auch weiterhin verstärkt Lehrlinge in den Landesdienst und bei Landesgesellschaften aufgenommen werden.

Das Land investiere viel in die Ausbildung hochwertiger Fachkräfte, so Haider, der die überbetriebliche Lehrwerkstätte ELMONT in St. Andrä als "Vorzeigeprojekt" für Österreich nannte. "Die moderne Akademie bietet eine anspruchsvolle Ausbildung, die den Jugendlichen neue Perspektiven eröffnet." International erfolgreiche Betriebe hätten hohe Qualitätsansprüche und nur Bestausgebildete würden am modernen Arbeitsmarkt chancenreich sein. Zukunftsweisend sei auch das neue Kärntner Berufsschulkonzept. Letzteres biete den Lehrlingen eine höherwertige Ausbildung durch die Schaffung von Kompetenzzentren.

Um den ständigen Veränderungen am Arbeitsmarkt gerecht zu werden, sei man bestrebt, neue Lehrberufe zu fördern. "Kärnten ist im IT-Schulbereich beispielhaft", so der Landeshauptmann. Es gebe bereits 40 IT-Klassen und auch auf der Lehrlingsebene sei die IT-Lehre eingerichtet worden. Haider betonte, dass ihm aber auch ganz besonders die Weiterbildung der Lehrlinge am Herzen liege. Daher plane er im "Sinne einer Chancengleichheit für unsere Jugend" die Einführung einer kostenlosen Berufsreifeprüfung.

Die Hand-in-Hand-Werker GmbH besteht aus sechs Betrieben mit 194 Mitarbeitern und 28 Lehrlingen. Die überbetriebliche Lehrwerkstätte am Standort Lendorf soll eine branchenübergreifende Zusatzausbildung bieten. Die Lehrlinge werden in den Berufen Klimatechniker für Gas, Wasser und Heizung, Elektroinstallateur und -techniker, Tapezierer und Dekorateur, Spengler und Dachdecker, Kunststoffverarbeiter und Glaser, Fliesen- und Plattenleger sowie Maurer ausgebildet. Die theoretische Ausbildung erfolgt mit den Schwerpunkten Sicherheit am Arbeitsplatz, kooperative Zusammenarbeit in der Kundenorientierung sowie vernetztes Denken und Arbeiten auf der Baustelle.

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