Mainoni plant Strafanzeige gegen Mühl

MAK-Direktor Noever soll Ausstellung unverzüglich absagen

Wien, 2004-03-02 (fpd) - Aufgrund der neu aufgetauchten Vorwürfe plant FPÖ-Kultursprecher Eduard Mainoni, der auch Mitglied des parlamentarischen Justizausschusses ist, die Einbringung einer Strafanzeige gegen Otto Mühl. ****

Laut eines Artikels in der jüngsten Ausgabe des Nachrichtenmagazins "Der Spiegel" solle Mühl sogar fünfjährige Kleinkinder für seine sexuelle Befriedigung mißbraucht haben. Entsprechende eidesstattliche Erklärungen der Opfer lägen laut "Spiegel" vor. Diese hätten bisher noch nicht den Mut zu einer Aussage gehabt, weil sie von ehemaligen Kommunarden gezwungen worden seien, nicht über die Geschehnisse zu sprechen. Diesen Vorwürfen müsse unbedingt nachgegangen werden, erklärte Mainoni. Daher plane er, gegen Mühl eine Strafanzeige einzubringen. Selbst wenn die Verbrechen bereits verjährt sein sollten, müßten die genauen Umstände geklärt werden.

Den Direktor des MAK Peter Noever forderte Mainoni auf, die Mühl-Ausstellung, die heute eröffnet werden soll, unverzüglich abzusagen. "Vielleicht sind Mühls Straftaten juristisch verjährt", sagte Mainoni. "Aber eine moralische Verjährungsfrist kann es bei Kindesmißbrauch nicht geben." Wenn die Ausstellung wie geplant heute Abend eröffnet werde und Mühls Untaten dadurch rehabilitiert würden, erkläre Noever damit seinen moralischen Bankrott. Als Direktor des MAK wäre er auf jeden Fall untragbar. (Schluß)

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