Niederwieser stellt für Herbst neues SPÖ-Bildungsprogramm in Aussicht

Wien (SK) Im Rahmen der Bildungsenquete des Renner
Institutes unter dem Titel "Zukunft der Bildung - Bildung der Zukunft" erklärte SPÖ-Bildungssprecher Erwin Niederwieser am Samstag, dass die SPÖ für den, im Herbst stattfindenden Parteitag einen Grundsatzantrag zu Bildungsthemen vorbereite. "Es wird ein völlig neuer Ansatz sein, der sich mit aktuellen Fragen, vom Schulklima über 'wie kann man Qualität erreichen und garantieren' bis hin zu Chancengleichheiten beschäftigen wird", erläuterte Niederwieser. "Der Vorschlag wird dort neue Akzente setzen, wo dies notwendig ist." An der Diskussion nahmen weiters die Leiterin des Projekts "Fachmittelschule", Edith Gaderer-Witerna, die Professorin am Institut für Psychologie und Mitglied der Zukunftskommission, Christiane Spiel, Max Kothbauer, Vorsitzender des Universitätsrates der Universität Wien und Karim Moussa, strv. Landesschulsprecherin der AHS Wien, teil. ****

Viel vom bisherigen Bildungsprogramm der SPÖ werde weiter bestehen bleiben, hielt Niederwieser an Themen wie eine gemeinsame Schule der sechs bis Fünfzehnjährigen und den Ausbau der ganztägigen Schulen fest. Auch die Position gegen Studiengebühren und einen Numerus clausus sei im Bildungsprogramm bereits festgeschrieben.

In diesem Rahmen sei es aber auch sehr wichtig, dass nicht immer wieder auf einzelne Schultypen in der Diskussion vergessen werde, so Niederwieser, der darauf hinwies, dass man Sonderschulen, berufsbildende Schulen und Konzepte der Weiterbildung nicht aus einer Bildungsdiskussion heraushalten dürfe.

Man soll den Verfassungskonvent zum Anlass nehmen um die Zweidrittelmehrheit im Bildungsbereich drastisch zu verändern, forderte der SPÖ-Bildungssprecher mit dem Nachsatz: "Nicht in allem, aber in vielem." Die drastischen Einschränkungen der letzten Monate hätten gezeigt, dass die Zweidrittelmehrheit nirgends etwas geholfen habe, im Gegensatz werde dadurch aber vieles verhindert, das sich sonst entwickeln könnte, erklärte Niederwieser.

Wichtig sei auch, dass man viel mehr von positiven Beispielen lernen müsse. Dafür sei es aber einerseits notwendig, dass die positiven Entwicklungen und Beispiele auch präsentiert würden und andererseits "muss auch von den Behörden gezeigt werden, dass diese gewünscht sind", wie Niederwieser festhielt. "In den letzten 20 oder 30 Jahren wurde selten so viel über Bildung gesprochen und es macht viel Freude mit Eltern und Lehrern gemeinsam zu versuchen die Dinge zum Positiven zu verändern", stellte Niederwieser fest.

Die Pisastudie habe gezeigt, dass die individuelle Förderung der Jugendlichen von großem Vorteil sei, dafür sei es aber auch sehr wichtig, dass die Lehrerinnen und Lehrer entsprechend ausgebildet werden, fuhr Niederwieser fort. Abschließend erklärte der SPÖ-Bildungssprecher: "Seit 1970 hat man, mit vielen Mitteln versucht, das System gerechter zu machen. Entscheidend für Gerechtigkeit ist die Gesamtschule und die wünsche ich mir." (Schluss) js

Rückfragen & Kontakt:

Pressedienst der SPÖ
Tel.: (++43-1) 53427-275
http://www.spoe.at

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | SPK0002