Hoscher: Steigerung der Nächtigungszahlen auf 140 Millionen ohne Anreize nicht realisierbar

Zukunftsweisendes Entwicklungs- und Maßnahmenkonzept für Tourismus gefordert

Wien (SK) Nachdem "der Traum vom reinen Qualitätstourismus" ausgeträumt sei und auch die Österreichische Hoteliervereinigung jüngst eine Steigerung der Nächtigungszahlen auf 140 Millionen pro Jahr bis zum Jahr 2010 forderte, "muss die Bundesregierung endlich im Sinne des österreichischen Tourismus aktiv werden", forderte SPÖ-Tourismus- und Freizeitwirtschaftssprecher Dietmar Hoscher am Sonntag gegenüber dem SPÖ-Pressedienst. Allen voran sei Wirtschaftsminister Bartenstein aufgefordert, "ein zukunftsweisendes Entwicklungs- und Maßnahmenkonzept für den Tourismus- und Freizeitwirtschaftsstandort Österreich zu erarbeiten", so Hoscher, der diese Woche einen entsprechenden Entschließungsantrag im Parlament einbrachte. Angesichts der enormen wirtschaftspolitischen Bedeutung des Tourismus für unser Land sei es "fatal, den Tourismus etwa im Zuge der angekündigten Steuerreform außen vor zu lassen". Laut dem SPÖ-Abgeordneten habe diese Nichtbeachtung System, die Tourismuswirtschaft werde von der Regierung als "Selbstläufer" bezeichnet, was "von wenig Sachverstand zeugt". ****

Will Österreich nicht Marktanteile im Tourismusbereich verlieren, seien dringend wirtschaftliche Anreize zu schaffen. Eine Steigerung der Nächtigungszahlen bis 2010 auf 140 Millionen brächte eine Erhöhung der touristischen Wertschöpfung um 600 Millionen Euro sowie rund 15.000 zusätzliche Arbeitsplätze. "Ein erheblicher Teil der von der SPÖ geforderten Senkung des ermäßigten Umsatzsteuersatzes im Tourismus von zehn auf fünf Prozent zur Eigenkapitalstärkung würde sich damit selbst finanzieren", so Hoscher. Notwendig sei zudem ein optimiertes Tourismusmarketing. Diesbezüglich habe die SPÖ schon mehrfach eine Aufstockung des "Österreich Werbung"-Budgets aus Bundesmitteln gefordert. "Dabei hat Österreich gerade durch die bevorstehende EU-Erweiterung die Riesenchance, sich als DIE Urlaubsdestination zu positionieren". Voraussetzung hierfür sei allerdings ein weiterer Punkt: massiver Ausbau bzw. effiziente Vernetzung der Verkehrsinfrastruktur im Osten Österreichs.

Am Beispiel des hoch gepriesenen "Tourismus-Konzept Wien 2010" wurde laut Hoscher gezeigt, welch hoch gesteckten Ziele durch breite Kooperationen erreichbar seien. "Auf Bundesebene ist das mit dieser Regierung scheinbar unmöglich, Vorschläge der Opposition werden im Parlament von ÖVP und FPÖ nicht einmal auf die Tagesordnung von Ausschuss-Sitzungen gestellt", kritisierte der SPÖ-Abgeordnete abschließend. (Schluss) up/mm

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