Bartenstein: Wirtschaftliche Kooperation mit Ungarn und Slowenien intensivieren

Schwerpunkt ist die Zukunftsregion Südosteuropa

Wien (BMWA/OTS) - Im Rahmen von wirtschaftspolitischen Gesprächen unterstrich Wirtschafts- und Arbeitsminister Dr. Martin Bartenstein die Bedeutung vertiefter wirtschaftspolitischer Zusammenarbeit mit Ungarn und Slowenien. "Ungarn ist unser Top-Handelspartner in Osteuropa, Slowenien auf die Einwohner gerechnet bedeutendstes Exportland für Österreich. Ebenso wichtig ist jedoch: Wir haben sehr ähnlich gelagerte Interessen auf Drittmärkten, insbesondere durch unser starkes Engagement in Südosteuropa", so Bartenstein.

An dem von Bartenstein gemeinsam mit seinem ungarischen Amtskollegen István Csillag initiierten trilateralen Treffen zwischen Ungarn, Slowenien und Österreich, in dem von österreichischer Seite der im Ministerium Sonderbeauftragte für Strategische Außenwirtschaft, Botschafter Dr. Franz Ceska, den Vorsitz führte, nahmen Staatssekretär Istvan Major (Ungarn) sowie Staatssekretärin Renata Vitez (Slowenien) teil. Im Mittelpunkt dieser ersten Tagung stand die Identifikation gemeinsamer wirtschaftspolitischer Interessen auf Drittmärkten, insbesondere die Frage der weiteren Verbesserung des Investitionsklimas in Südosteuropa sowie die Heranführung dieser Region an die Europäische Union. "Unsere Länder haben sich eine starke Marktposition in dieser Region erarbeitet; es gilt, diese abzusichern und die Risken für bestehende und künftige Investoren zu minimieren", so der einhellige Tenor. Dazu müsse auf Ebene der EU gemeinsam dafür gesorgt werden, dass neben dem politischen Engagement der Union verstärkt wirtschaftliche Aspekte Berücksichtigung fänden.

Auf multilateraler Ebene hat Österreich im Bereich der Verbesserung des Investitionsklimas in Südosteuropa maßgebliche Akzente gesetzt: Gemeinsam mit der OECD und dem Stabilitätspakt führt Österreich den Vorsitz im "Investment Compact", der eben diesem Ziel gewidmet ist. Jeweils auf Initiative von Minister Bartenstein haben zehn südosteuropäische Länder im Jahr 2002 eine Ministererklärung zur Verbesserung der Investitionsbedingungen und auf der Folgekonferenz 2003 eine Selbstverpflichtung zur Beseitigung noch bestehender Investitionshürden unterzeichnet. Die Staatssekretäre Vitez und Major, deren Länder auch am Investment Compact teilnehmen, würdigten diese Initiative und sagten verstärkte Kooperation zu. Gleichzeitig wurde jedoch der Mehrwert trilateraler Zusammenarbeit, vor allem bei der Vertretung gemeinsamer Interessen im EU-Kontext, unterstrichen. Als weitere Beispiele wurden die EU-Beitrittsperspektive Kroatiens und die wirtschaftspolitischen Beziehungen mit Russland, sowohl aus der europäischen Perspektive, als auch im Hinblick auf Russlands Bestrebungen um eine WTO-Mitgliedschaft, hervorgehoben.

Staatssekretär Major lud abschließend zu einem weiteren Treffen nach Ungarn ein, das wie die Folgetreffen unter ein aktuelles Generalthema - voraussichtlich Exportfinanzierungs- und -besicherungssysteme - gestellt werden soll, welches unter Beiziehung von Experten und interessierten Unternehmensvertretern diskutiert wird.

Rückfragen & Kontakt:

Bundesministerium für Wirtschaft und Arbeit
Ministerbüro: Dr. Ingrid Nemec, Tel: (++43-1) 71100-5108
Referat Presse: Dr. Harald Hoyer, Tel: (++43-1) 71100-2058
presseabteilung@bmwa.gv.at

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | MWA0002