"Aus Wien weht ein rauer Wind"

Kärntner ÖVP-Spitzenkandidatin Elisabeth Scheucher im Rundschau-Interview

Linz (OTS) - Scheucher betont neuerlich ihre Position, Jörg Haider nicht zum Landeshauptmann zu wählen: "Seine Politik ist sehr stark geprägt von tagespolitischem Hick-Hack, von Destruktivität. Es hat viele Irritation gegeben, auch nach außen. Wir sind vor allem darüber enttäuscht, dass die Reformen die wir uns vorgenommen haben, nicht umgesetzt wurden.
Daher haben wir uns entschlossen offen zu sein für jede Kooperation, für jeden, der mit uns konstruktiv zusammenarbeiten will, auch mit der FPÖ. Wir haben uns lediglich in der Frage der Nichtwahl Haiders festgelegt, ansonsten sind alle Konstellationen möglich."

Auf die Nachfrage, was sie tun werde, wenn es Druck von der Bundespartei gäbe, sagt sie: "Uns wird es sicher nach der Wahl noch geben. Die Kärntner Volkspartei ist eine autonome Landesorganisation und es gibt unterschiedliche Kooperationen in den Ländern. Die Kärntner ÖVP hat es in letzten Jahren nicht so einfach gehabt. Wir haben jetzt eine ganz klare Linie, wir gehen einen eigenständigen Weg und dieser Weg wird auch nach der Wahl fortgesetzt werden. Sowohl Dr. Schüssel als auch Ministerin Gehrer haben sehr klar gesagt, dass die Entscheidungen der Landesorganisationen autonom sind."

Auf die Frage, wie stark der Einfluss der Bundespolitik auf die Kärntner Wahl sei, meint sie: "Vor allem die Debatten rund um die Pensionen helfen sicher der SPÖ. Es ist sicher ein rauer Wind, der da weht. Ich spüre das auch im Kontakt mit den Menschen. Ich glaube, dass die Reformen notwendig sind. Es ist ganz wichtig, dass die Menschen die Reformen mittragen. Es war vielleicht ein Fehler, dass man hier zu wenig begleitende Maßnahmen gesetzt hat. Es darf nicht überstürzt passieren."

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