Amon: Gusenbauer sollte sich besser informieren

In Finnland vier Mal höhere Jugendarbeitslosigkeit als in Österreich

Wien, 28. Februar 2004 (ÖVP-PK) "Wenn sich SPÖ-Chef Gusenbauer schon zu bildungspolitischen Fragen meldet, empfehle ich ihm, sich im vorhinein besser über das Österreichische Bildungssystem zu informieren, anstatt dieses ständig krank zu reden", sagte heute, Samstag, ÖAAB-Generalsekretär und ÖVP-Bildungssprecher Abg.z.NR Werner Amon.****

"Wie erfolgreich die Sozialdemokratie Schulpolitik betreibt, wird am Beispiel Wiens deutlich sichtbar", so Amon weiter. In der Bundeshauptstadt, die unter der Führung der SPÖ-Stadtschulrätin Brandsteidl steht, lässt man die Hauptschulen nahezu verkommen, während die AHS-Unterstufen aus allen Nähten platzen. "Hier stellt die SPÖ Parteiinteressen anscheinend in den Vordergrund und will ihr ideologisches Modell einer Gesamtschule Schritt für Schritt umsetzen", stellt Amon klar.

An den Aussagen von Gusenbauer ist weiter zu erkennen, dass er die PISA-Studie scheinbar nicht einmal gelesen hat. "Man kann nicht einfach hergehen und das in Jahrzehnten in sich gewachsene finnische Bildungssystem in Teilen auf das österreichische Bildungssystem umlegen", so der ÖVP-Bildungssprecher. Dass auch das finnische Modell, in dem es zum Beispiel eine Gesamtschule gibt, nicht das optimale ist, zeigt sich daran, das Finnland eine vier mal so hohe Jugendarbeitslosigkeit hat wie Österreich. "Ich frage mich, ob Herr Gusenbauer auch das übernehmen will", so Amon.

Dass das österreichische Bildungssystem weltweit zu den besten gehört, ist unbestritten. "Ich weise hier nur auf den letzten Global Competitiveness Report des Weltwirtschaftsforums hin, in dem 4.800 Manager das Österreichische ex aequo mit dem finnischen Bildungssystem auf den ersten Platz wählten. Wir lassen uns diese Leistung nicht immer kaputt reden", so Amon.

Einmal mehr zeige sich, dass sich die SPÖ im Bereich der Bildung wohl eher um die Umsetzung ihrer Ideologie kümmert, als um wirkungsvolle Maßnahmen für alle. Dies wird unter anderem an der immer wiederkehrenden Forderung nach einer flächendeckenden Ganztagsschule deutlich. "Niemand bestreitet, dass hinter einer Ganztagsschule ein pädagogisches Konzept steht. Allerdings gibt es keine Studie aus der hervorgeht, dass ein solches besser wäre, als das derzeitige Österreichische System", stellt Amon fest. Sowohl das Meinungsforschungsinstitut 'Market' als auch die Arbeiterkammer stellen in Studien fest, dass "die Eltern eine freie Wahlmöglichkeit und Entscheidungsfreiheit für erheblich besser befinden, als eine verpflichtende Ganztagsschule für alle. Ich empfehle Herrn Gusenbauer, sich einmal mit Eltern zu unterhalten. Dann wird er merken, dass es sich bei der Forderung nach einer Ganztagsschule wohl eher um einen ideologischen Wunsch, als eine von Eltern und Schülern bevorzugte Schulform handelt", so der ÖVP-Bildungssprecher abschließend.

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