Dohnal unterstützt Fischer - "Es kommt auf die Inhalte an"

Wien (SK) "Bei gleicher Qualifikation würde ich die Frau wählen. Das ist in dieser Konstellation aber nicht der Fall", zitierte die ehemalige SPÖ-Frauenministerin Johanna Dohnal bei der Feier "Ein Fest für Johanna Dohnal" anlässlich ihres 65. Geburtstages am Freitag im Kreisky Forum die Publizistin Barbara Coudenhove-Kalergi. Dohnal schloss sich dieser Aussage an. Sie, Dohnal, halte es hier mit den drei ehemaligen Bundespräsidentschaftskandidatinnen Heide Schmidt, Freda Meissner-Blau und Gertraud Knoll, denen es wie ihr, Dohnal, "auf die Inhalte ankommt" und die deswegen den SPÖ-Kandidaten für die Bundespräsidentschaft unterstützen. ****

Die ehemalige Frauenministerin hielt der Regierung vor, dass sie eine "Frauenbild jenseits der Eigenständigkeit" fördere. Sie warnte davor, dass damit vielen Frauen im Alter die Verarmung drohe. Bei ÖVP-Bundespräsidentschaftskandidatin Ferrero-Waldner ortete Dohnal gewisse Widersprüche zwischen ihrer Selbstpräsentation als "Kandidatin mit Herz" und ihrer Amtsführung als Außenministerin; denn es habe gar nicht "gemenschelt", als die Außenministerin unschuldige Demonstrantinnen und Demonstranten der Volxtheater Karawane in Genua, die in Polizeigewahrsam massiver Gewalt ausgesetzt waren, "im Stich ließ".

Auch die ministerrätliche Zustimmung zu Pensionskürzungen und Studiengebühren sei nicht gerade ein Ausdruck großer Herzlichkeit, bemerkte Dohnal. Ferrero-Waldner versuche derzeit "Frausein als Kompetenz" zu verkaufen - bei den Postenvergaben im Außenministerium seien freilich andere Maßstäbe angewendet worden, da alle Spitzenpositionen von Männern besetzt seien, fügte Dohnal hinzu. (Schluss) sk/wf

Rückfragen & Kontakt:

Pressedienst der SPÖ
Tel.: 01/53427-275
http://www.spoe.at

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NSK0007