VP-Rothauer: Karlsplatz Umgestaltung ist endlich in Angriff zu nehmen

Neben Stadtrat Schicker muss auch Mailath-Pokorny seinen Beitrag leisten

Wien (VP-Klub): Im Rahmen der Reihe "Stadtgestaltung Wien" diskutierten gestern auf Einladung von ÖVP-Wien Stadträtin DI Dr. Herlinde Rothauer und ÖVP-Wien Klubobmann LAbg. Dr. Matthias Tschirf namhafte Architekten und zahlreiche Bürgerinnen und Bürger aus dem ersten und vierten Wiener Gemeindebezirk zum Thema Neugestaltung des Wiener Karlsplatzes.

"Der Karlsplatz ist derzeit überwiegend als Verkehrsbauwerk mit grüner Behübschung und kein erlebbarer Stadt- und Kulturraum, so Rothauer. Konzepte und Versprechungen, den Karlsplatz neu zu gestalten, gebe es von Seiten der SPÖ Wien genug. Bürgermeister Häupl habe bereits vor einem Jahr erklärt, dass die Neugestaltung des Platzes zur vordringlichen Regierungsarbeit zählt. Umgesetzt werde in nächster Zeit aber lediglich eine Polizeiwache beim U-Bahn Ausgang Resselpark. Dies sei zwar für die Sicherheit notwendig und durchaus begrüßenswert, aber mit dem angepriesenen "Kunstplatz Karlsplatz" habe dies nichts zu tun.

Einhellige Meinung unter den Diskutanten war, dass eine leichtere Erreichbarkeit zwischen den Bezirken und den Kulturinstitutionen am Karlslatz geschaffen werden muss. Vor allem den Fußgängern muss der Weg vom Karlsplatz zur Kärntnerstraße erleichtert werden.

Als Resümee aus der Diskussionsveranstaltung ergeben sich für die ÖVP-Wien folgende Forderungen an die SP-Stadtregierung:

1. Ein sichtbares Engagement der beiden zuständigen Stadträte für Planung und Kultur.

2. Als Beitrag von Kulturstadtrat Mailath-Pokorny für den "Kunstplatz" eine finanzielle und organisatorische Unterstützung der Kulturinstitutionen rund um den Karlsplatz, insbesondere des Künstlerhauses, von dem die ursprüngliche Initiative (bereits 1998!) ausging.

3. Ein Gestaltungskonzept für den öffentlichen Raum, von dem die für die Bürger wichtigsten Detailmaßnahmen rasch umgesetzt werden:

  • Beseitigung der oberirdischen Fußgängerbarrieren
  • Sowohl die Wege zwischen den Kulturinstitutionen, als auch die Wege zur Verbindung des ersten und vierten Bezirkes, müssen neu geschaffen werden und mit einem Kunstleitsystem verbunden werden
  • Ein neues Lichtkonzept für eine verbesserte Aufenthaltsqualität. Das Element "Licht" als visuelles Medium fehlt am Karlsplatz komplett. Gerade am Abend könnten hier wirkungsvolle Akzente, auch verbunden mit einem Lichtleitsystem zwischen den angrenzenden Kulturinstitutionen, relativ kostengünstig gesetzt werden.
  • Qualitätsverbesserungen im Grünkonzept und bei der "Straßenmöblierung". Für die Bewohner der angrenzenden Gebiete ist die Erholungsnutzung im Bereich Karlsplatz besonders wichtig. Insgesamt müssen die Bedürfnisse der Bürger wieder mehr im Mittelpunkt stehen.
  • Zusätzliche Maßnahmen zur Belebung des Platzes zusammen mit den identitätsstiftenden Kultur- und Bildungsinstitutionen rund um den Platz und Vernetzung aller Aktivitäten. Das Nutzerpotential des Karlsplatzes, auch von den Studenten und Schülern, ist auszuschöpfen und zu mobilisieren.

"Die Erstellung eines Gesamtkonzeptes ist erforderlich und die Umsetzung der Detailmaßnahmen muss endlich erfolgen. Die Bezirke müssen aber auf jeden Fall in die Planung miteingebunden werden", fordert ÖVP-Stadträtin Rothauer.

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