Strobl: Mietrecht ist Unternehmerfeindlich

Wirtschaftsverband Wien fordert Verländerung des Mietrechts

Wien (OTS) - "Schon wieder zwingt das wirtschaftsfeindliche Mietrecht ein renommiertes Unternehmen seine Portale zu schließen", kritisiert der Präsident des Wirtschaftsverbandes Wien und Vizepräsident der Wirtschaftskammer Wien LAbg. KR Fritz Strobl, anlässlich der Schließung des Traditionsmodehauses Braun&Co

"Die Klein- und Mittelbetriebe können sich die hohen Geschäftsmietpreise oft nicht mehr leisten erklärt Strobl. Die exorbitanten Mietpreise sind eine der Hauptursachen für das vielschichtige Problem des "Geschäftesterbens" in Wien. Strobl kritisiert vor allem die Preisentwicklung in der Innenstadt in den Einkaufszentren und Einkaufsstraßen. Bei einem Wechsel des Geschäftsinhabers erhöhen Vermieter die Lokalmieten derart, dass es sich nur mehr die großen Handelsketten leisten können.

Strobl fordert daher eine Verländerung des Mietrechts. "Nur wenn auf die regionalen Besonderheiten Rücksicht genommen werden kann, ist es möglich ein faires Mietrecht zu schaffen" so Strobl wörtlich. Wien ist jedenfalls bereit seinen Beitrag dazu zu leisten. Strobl verweist in diesem Zusammenhang auch auf den Österreichkonvent und fordert eine entsprechende Änderung in den Kompetenzbestimmungen.

"Wenn Geschäftslokale jahrelang leer stehen oder nur noch große Handelsketten sich die Mietpreise leisten können, müssen endlich entsprechende Maßnahmen gesetzt werden" so Strobl. Faire Mietpreise zählen laut Strobl zu den Grundvoraussetzungen für einen florierenden Wirtschaftsstandort der auch den Konsumenten eine große Auswahl bietet.

Strobl appelliert an die Vermieter nicht nur die Gewinnmaximierung im Sinn zu haben sondern auch soziale Verantwortung für den Wirtschaftsstandort zu zeigen. "Die Hauptverantwortung trägt hier aber die Blau/Schwarze Bundesregierung, die statt endlich eine Mietregelung im Interesse der Klein- und Mittelbetriebe zu schaffen, schon wieder über so genannte unabhängige Entwürfe zur völligen freien Mietzinsbildung philosophiert" so Strobl abschließend.

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