"Wiener City darf nicht ihr unverwechselbares Einkaufsflair verlieren"

BV-Stv. Niedermühlbichler bedauert geplante Schließung des Traditions-Bekleidungshauses Braun - Appell an Eigentümer, Entscheidung nochmals zu überlegen

Wien (SPW-K) - Die mit Ende Mai geplante Schließung des traditionsreichen Bekleidungshauses Braun und Co. Am Graben ist weiterhin eines der herausragendsten Gesprächsthemen in der Wiener Geschäftsszene. Nun bedauert auch der Bezirksvorsteher-Stellvertreter des 1. Wiener Gemeindebezirks, Georg Niedermühlbichler, den von Seiten des nunmehrigen Eigentümer Palmers vorgesehenen Schritt. In einer Aussendung des Pressedienstes der SPÖ Wien appellierte der Politiker am Freitag an das Unternehmen, die Entscheidung doch noch einmal zu überdenken und die Möglichkeit eines Fortbestandes des für die Wiener City auch hinsichtlich der Geschäftsarchitektur und -ausstattung so markanten Geschäftes in Erwägung zu ziehen.

Der Bezirksvorsteher-Stellvertreter erinnerte daran, dass die Geschäftsräume von Braun und Co. erst vor rund einem Jahr mit einem hohen Aufwand umfassend umgestaltet und renoviert worden wären. "Der Eigentümerkonzern hat dabei sicherlich rational gedacht und die damalige Entscheidung auch und vor allem auf der Grundlage betriebswirtschaftlicher Gesichtspunkte getroffen, umso überraschender ist nun der angekündigte Rückzug", meinte Niedermühlbichler. Und weiter: "Das Sterben der alteingessenen, das Geschäftsbild der Inneren Stadt prägenden Geschäfte muss endlich ein Ende haben. Wenn nur mehr Riesen-Ketten die Einkaufsszene in der City prägen, dann wird das bislang spezielle Einkaufsflair Wiens bald nicht mehr vorhanden und mit jenem in anderen x-beliebigen Städten auswechselbar sein. Das wäre genauso, als würden die für Wien einzigartigen Heurigen und Buschenschenken Zug um Zug allesamt in Fastfood-Lokale umgewandelt, stellte der Mandatar einen Vergleich an.

Die leider bedauerlicherweise nun auch in der Wiener City in der Geschäftswelt immer ausgeprägter festzustellende Entwicklung hin zu einer Uniformität könnte sich letztlich nachteilig für den Tourismus auswirken, befürchtete Niedermühlbichler. Sein Resümee: Die gesamte Wiener Wirtschaft muss ein Interesse an der Erhaltung des so typischen Wiener Einkaufsumfelds und des daraus resultierenden speziellen Einkaufsgefühls haben. Schließen die alteingesessenen Geschäfte, dann droht auch die Individualität der City verloren zu gehen. Eine Entwicklung, die sich doch eigentlichen niemand wünschen kann", schloss Niedermühlbichler. (Schluss)

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