Weltklasse-Unis: Broukal: "Dichtung und Wahrheit"

Längst verstorbene Nobelpreisträger verschönern Bilanz für Wiener Universität - "Wer Weltklasse-Unis will, muss Weltklasse-Verhältnisse bieten"

Wien (SK) "Auch wenn man weltweite Vergleiche immer mit
Vorsicht genießen muss, zeigt die Studie der Shanghai Jiao Tong University, dass Österreich noch einen weiten Weg vor sich hat", sagte SPÖ-Wissenschaftssprecher Josef Broukal zu einem APA-Bericht über das weltweite Uni-Ranking. "Leider enthält die Studie keine Aussage darüber, wie viel mehr Geld und Personal jene 83 Unis haben, die im Ranking vor der Universität Wien liegen. Denn dann wäre auf den ersten Blick klar: mit der ÖVP-Uni-Politik führt kein Weg zur Weltklasse", erklärte Broukal am Freitag gegenüber dem SPÖ-Pressedienst. ****

Bei ihrem Ranking haben die Forscher aus Shanghai auch die Zahl der Nobelpreisträger berücksichtigt, die die einzelnen Unis hervorgebracht haben. "Die Wiener Universität profitiert dabei von alter Größe", so Broukal. Zwischen 1914 und 1936 hat die Uni Wien sieben Nobelpreisträger hervorgebracht; seither aber nur noch zwei, 1973 Konrad Lorenz und 1974 Friedrich von Hayek (Nobelgedächtnispreis). "Würde man nur die Nobelpreisträger der letzten Jahrzehnte berücksichtigen, wäre die Uni Wien in diesem Ranking unter ferner liefen - eine traurige Bilanz", so Broukal

"Wer Weltklasse-Unis will, muss ihnen Weltklasse-Verhältnisse bieten", sagte der SPÖ-Wissenschaftssprecher. Er wies in diesem Zusammenhang darauf hin, dass Bildungsministerin Gehrer diese Woche im Parlament es erneut abgelehnt hat, den Unis mit einem 100-Millionen-Euro-Sofortpaket zu helfen. "Die SPÖ wird weiter für die Universitäten und ihre Bedürfnisse kämpfen", betonte Broukal abschließend. (Schluss) wf

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