LH Haider überreichte heute ersten Kärntner Pflegescheck

Übergabe an Familie Komposch/Raunegger in Waidmannsdorf - Von Kärnten aus neuer Schwerpunkt in der Sozialpolitik

Klagenfurt (LPD) - Kärnten leistet mit dem "Pflegescheck" wieder Pionierarbeit für Österreich, denn die Pflege daheim wird immer wichtiger. Mit dem Pflegescheck werde von Kärnten aus ein neuer Schwerpunkt in der Sozialpolitik gesetzt, bekräftigt Landeshauptmann Jörg Haider. Heute, Freitag, wurde der erste Pflegescheck im Rahmen Pilotprojektes "Altwerden zuhause" offiziell von LH Haider überreicht, der auch Initiator des Pflegeschecks ist. Die Scheckübergabe erfolgte an Anneliese Komposch in der Anzengruber Straße 26 in Klagenfurt, die den Scheck für ihre pflegebedürftige 82jährige Mutter Regina Raunegger und im Beisein der Pflegekraft Olivia Schurian in Empfang genommen hat. Ebenfalls gekommen waren der Klagenfurter Sozialstadtrat Christian Scheider und Sigi Jost, geschäftsführender Obmann des Vereins "Altwerden zuhause". Obfrau des Vereins ist die Bürgermeisterin von Steindorf, Marieluise Mittermüller.

Der Verein ist Träger des vom Sozialministerium gestützten und finanzierten Projektes, mit dem es neben dem Pflegegeld erstmals eine ergänzende Hilfe für Pflegebedürftige gibt, die zuhause versorgt werden. Da jeder Platz in einem Alten- und Pflegeheim von der öffentlichen Hand mit rund 10.000 Euro gefördert werde, zeige die Wichtigkeit des Pflegeschecks für jene, welche keinen Heimplatz beanspruchen, so Haider.

Der Landeshauptmann überreichte den drei Damen auch Blumen. Sie dankten für diese österreichweit einzigartige Pflegeinitiative, die derzeit als Pilotmodell in Klagenfurt/Waidmannsdorf und in der Gemeinde Steindorf am Ossiachersee läuft und evaluiert wird und in weiterer Folge flächendeckend in Kärnten und österreichweit umgesetzt werden soll. "Dieser Scheck hilft uns sehr", freute sich Komposch. Der Kärntner Pflegescheck garantiert als Gutschein in Höhe von 1000 Euro Leistungen und Verbesserungen zugunsten der Pflegebedürftigen (ab Pflegestufe 3) wie auch der pflegenden Familienangehörigen, wie einmal wöchentlich eine Hauskrankenhilfe, ein zweiwöchiger Aufenthalt in einem Pflegeheim, um den Angehörigen einen Urlaub zu ermöglichen, eine kostenlose Schulung in Pflegehilfe sowie kostenlos die notwendigen Pflegehilfsmittel u.a. Die erbrachten Sachleistungen werden nach Vorlage der Rechnungen abgegolten.

Das Sozialministerium will mit diesem Pilotprojekt eine Qualitätssicherung der Pflege zuhause für alle Altersgruppen erreichen. Niemand sollte gezwungen werden, einen Angehörigen in ein Heim zu geben, wenn er vorübergehend verhindert ist.

Nähere Auskünfte gibt es beim Verein "Altwerden zuhause" (www.altwerden-zuhause.at) unter 0664/1535826 und im Bürgerbüro des Landeshauptmanns unter der Gratis-Info-Hotline 0800 201 210 sowie beim Magistrat Klagenfurt 537/25 34 und Gemeinde Steindorf 04243/8383. Hilfestellung und fachlichen Rat bietet auch das Pflege-Service- und Nottelefon 0800-230 130. Der Verein hat überdies auch mehreren Gemeinden kostenlos Pflegebetten zur Verfügung. (Schluss)

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